Tausende gedenken Luxemburg und Liebknecht

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Tausende gedachten Luxemburg und Liebknecht

Berlin - Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag in Berlin der vor 93 Jahren ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht.

Zu der traditionellen Veranstaltung an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde kamen auch führende Vertreter der Linkspartei, darunter die Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, Fraktionschef Gregor Gysi und der frühere Parteivorsitzende Oskar Lafontaine. Die Polizei sprach von 5000 Teilnehmern, die Linkspartei von mehr als 10 000. Sie legten rote Nelken und Kränze an der Gedenkstätte nieder.

Bereits am Samstag war die Linksfraktion im Bundestag in Berlin zusammengekommen, um ihre Arbeit in den nächsten Monaten vorzubereiten. „Hinter den Linken liegt ein schwieriges Jahr“, räumte Gysi dabei ein. Man müsse jetzt versuchen, mit politischen Inhalten wieder in die Erfolgsspur zu kommen.

Gysi forderte eine Auszeit in der seit Monaten laufenden Personaldebatte bis vier Wochen vor dem Parteitag in Göttingen, auf dem Anfang Juni eine neue Parteispitze gewählt werden soll. Der Fraktionschef hatte sich Ende Dezember noch dafür ausgesprochen, im Januar in einem „gewissen Kreis“ eine Vorentscheidung über ein neues Führungsduo zu treffen. Dieser Plan scheint nun vom Tisch zu sein.

Den Vorstoß von vier Landesverbänden für einen Mitgliederentscheid über die künftige Linke-Spitze hatte der geschäftsführende Parteivorstand am Donnerstag mit knapper Mehrheit für rechtlich unzulässig erklärt. Wie es nun weitergehen soll, wird am Montag der Bundesvorstand mit den Landeschefs erörtern.

Die Befürworter eines Mitgliederentscheids haben signalisiert, dass sie eine entsprechende Satzungsänderung erst für die übernächste Vorstandswahl 2014 erzwingen wollen. Für die jetzt anstehende Wahl sind Regionalkonferenzen zur Einbindung der Parteibasis im Gespräch.

Die 2010 gewählten Parteivorsitzenden Lötzsch und Ernst sind innerparteilich umstritten. Lötzsch will trotzdem erneut kandidieren. Einziger weiterer Kandidat ist bisher Fraktionsvize Dietmar Bartsch.

dpa

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