Tepco-Chef im Krankenhaus - arbeitsunfähig

+
Der Präsident des Atomkonzerns Tepco, Masataka Shimizu, wurde ins Krankenhaus eingeliefert

Tokio - Der seit mehr als zwei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwundene Präsident des Atomkonzerns Tepco ist wegen Krankheit arbeitsunfähig. Jetzt musste er sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Lesen Sie dazu auch:

Chef von Tepco "überarbeitet"

Japan will Standards für Atomsicherheit überarbeiten

Radioaktives Jod im Meer entdeckt

Der 66 Jahre alte Top-Manager Masataka Shimizu musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Mittwoch litt Shimizu an Bluthochdruck und Schwindelgefühlen. Tepco betreibt das Unglückskraftwerk Fukushima. In Japan gab es vorher Gerüchte, dass Shimizu sich wegen der Atomkatastrophe das Leben genommen habe oder ins Ausland geflohen sei.

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

Vor diesem Atomkraftwerk zittert die Welt: Das Akw Fukushima I (250 Kilometer nördlich von Tokio in der Stadt Okuma) an der japanischen Küste wurde durch das Jahrhundert-Erdbeben und den anschließenden Tsunami schwer beschädigt. © AP
Die Lage in Fukushima (Satellitenaufnahme) spitzt sich aktuell weiter zu: In dem AKW gab es eine zweite Explosion, in Block 2 waren Brennstäbe zwischenzeitlich ohne Wasser. © AP/GeoEye
Am 17. November 1970 ging der vom Stromversorger Tokyo Electric Power Company (Tepco) betriebene Siedewasserreaktor mit einer Bruttoerzeugungskapazität von 460 Megawatt ans Netz und lieferte seit März 1971 komerziell Strom. © AP
Immer wieder gab es Pannen: 2006 trat radioaktiver Dampf aus einem Rohr aus, 2002 wurden Risse in Wasserrohren entdeckt. © AP
Im Jahr 2000 musste ein Reaktor wegen eines Lochs in einem Brennstab abgeschaltet werden. Und im September 2002 musste der Betreiber Tepco in einem Vertuschungsskandal einräumen, Berichte über Schäden jahrelang gefälscht zu haben.   © AP
Eine Explosion im Fukushima-AKW. Das Bild stammt vom Montag, 14. März. © AP
Der Reaktor 1 des Kernkraftwerks vor (links) und nach dem Erdbeben mit anschließendem Tsunami. © AP
Links im Bild: Der beschädigte Reaktor 1 des AKW Fukushima I. © AP
Links: Der beschädigte Reaktor 3 des AKW Fukushima I. In diesem hat sich am Samstag eine Explosion ereignet. © AP
Links: Der beschädigte Reaktor 3 des AKW Fukushima I. In diesem hat sich am Samstag eine Explosion ereignet. © AP
Ein Techniker hält im Umkreis des AKW Fukushima I einen Geiger-Zähler an ein Kind, um dieses auf radioaktive Strahlung zu überprüfen. © AP
Im Umkreis des AKW Fukushima I werden Menschen versorgt.  © AP
Techniker überprüfen einen Mann und ein Kind auf radioaktive Strahlung.  © AP
Ein Techniker überprüft einen älteren Mann auf radioaktive Strahlung. © AP
Ein Techniker überprüft einen Mann auf radioaktive Strahlung. © AP
Ein Techniker überprüft einen Mann und seinen  Hund auf radioaktive Strahlung. © AP
Techniker überprüfen einen Mann auf radioaktive Strahlung. © AP
Ein Techniker überprüft einen Mann und ein Kind auf radioaktive Strahlung. © AP
Soldaten evakuieren eine ältere Frau im Umkreis des AKW Fukushima. © AP
Soldaten im Umkreis des AKW Fukushima. © AP
Ein Techniker überprüft einen Mann auf radioaktive Strahlung. © AP
Ein Techniker überprüft einen Mann auf radioaktive Strahlung. © dpa
Soldaten im Umkreis des AKW Fukushima. © dpa
Japaner verfolgen im Fernsehen einen Bericht über die Lage am AKW Fukushima. © dpa

Das Krisenmanagement soll nun der Vorstandsvorsitzende Tsunehisa Katsumata übernehmen. Tepco musste von der japanischen Regierung und der Öffentlichkeit herbe Kritik einstecken. Ministerpräsident Naoto Kan sagte, der Konzern sei auf Vorfälle wie das Megaerdbeben vom 11. März und den darauffolgenden Tsunami nur ungenügend vorbereitet gewesen.

Gespenstische Bilder: So sieht es im Horror-AKW aus

Erstmals hat die japanische Atomaufsichtsbehörde Bilder aus dem Inneren des Horror-AKW Fukushima veröffentlicht. Sie vermitteln eine gespenstische Stimmung. Hier arbeiten Männer in Schutzkleidung. Sie wollen ein Kabel mit dem Reaktor verbinden, das Strom liefern soll. © AP
Trümmer im Inneren des AKW Fukushima. © AP
Arbeiter sammeln Daten im Kontrollraum für Reaktor 1 und Reaktor 2. © AP
Arbeiter mit Taschenlampen betrachten Messgeräte. © AP
Arbeiter im Kontrollraum für Reaktor 1 und Reaktor 2. © AP
Arbeiten verlegen Leitungen, um Strom ins AKW Fukushima zu leiten. © AP
Feuerwehrmänner bei einer Besprechung: Sie wollen den Reaktor mit Wasser kühlen. © AP
Feuerwehrmänner hören Anweisungen. © AP
Eine aktuelle Luftaufnahme des AKW Fukushima. © AP
Eine aktuelle Luftaufnahme des AKW Fukushima. © AP
Im Kontrollraum von Reaktor 3 brennt wieder Licht.  © AP
Im Kontrollraum von Reaktor 3 brennt wieder Licht. Auf der linken Seite des Bildes geht es zum Kontrollraum von Reaktor 4, wo es noch dunkel ist. © AP
Männer in Schutzanzügen arbeiten an Strommasten. Sie wollen die Stromversorgung ins AKW Fukushima wiederherstellen. © AP
Männer in Schutzanzügen arbeiten an Strommasten. Sie wollen die Stromversorgung ins AKW Fukushima wiederherstellen. © AP

Shimizu, 66, wurde seit 13. März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Damals nahm er an einer Pressekonferenz zur Lage im Krisenmeiler Fukushima teil. Seitdem arbeitete er laut Angaben von Tepco-Sprechern in der Firmenzentrale an “Lösungen für die Atomkrise“. Am 16. März erkrankte Shimizu und nahm bereits einige Tage frei.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.