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Unternehmen von Elon Musk: Tesla muss 320.000 E-Autos zurückrufen

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Von: Tim Vincent Dicke

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Tesla - Elon Musk
Der von Elon Musk gegründete Autobauer Tesla hat in den USA ein Problem. (Archivbild) © Jae C. Hong/AP/dpa

Tesla muss in den USA mehr als 320.000 E-Autos zurückbeordern. Der aktuelle Fall reiht sich in eine lange Geschichte von Rückrufen ein.

Washington, D.C. – Der US-amerikanische Autobauer Tesla muss Hunderttausende Autos in den USA zurückrufen. Betroffen seien 321.000 Elektroautos des Unternehmens von Gründer Elon Musk. Dies meldet die auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine von Tesla freigegebenen Akte.

Erst kürzlich musste der E-Auto-Hersteller fast 30.000 Autos des Modells X in den Vereinigten Staaten wegen eines Problems zurückrufen, das dazu führen konnte, dass der Beifahrerairbag falsch ausgelöst wurde. Die Aktien krachten im Zuge der Ankündigung um fast drei Prozent ein – auf ein Zweijahrestief.

Tesla-Rückruf in den USA: Autos brauchen Update

Auch zuvor im September kämpfte Tesla mit Problemen. Wegen Sicherheitsbedenken musste bei fast 1,1 Millionen Fahrzeugen ein Software-Update aufgespielt werden. Die Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) verwies auf eine Fehlfunktion bei mehreren Tesla-Modellen beim automatisierten Schließsystem der Fenster. Autoinsassen liefen demnach Gefahr, sich die Finger einzuklemmen.

In der nun bei der NHTSA veröffentlichten Einreichung teilte der Elektrofahrzeughersteller mit, dass der aktuelle Rückruf im Zusammenhang mit den Rücklichtern einiger Model 3- (2023) sowie Model Y-Fahrzeuge (2020-2023) stehe. Grund seien Kundenbeschwerden, die im vergangenen Monat publik wurden. Besitzer der Autos hatten über nicht funktionierende Rückleuchten geklagt.

Tesla erklärte, es werde ein Over-the-Air-Update bereitstellen, um die Probleme mit den Rücklichtern zu beheben. Heißt konkret: Tesla-Fahrer müssen nicht in eine Werkstatt kommen, die Aktualisierung wird über das Internet installiert. Das Unternehmen habe keine Meldungen über Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem erhalten, hieß es laut Reuters.

Immer wieder Rückrufe bei Tesla-Konzern von Elon Musk

Tesla hatte in diesem Jahr bereits mehrere derartige Rückrufaktionen in den USA starten müssen. Lange Zeit führte das Unternehmen Software-Updates aus, ohne die Halter oder die Aufsichtsbehörden darüber zu informieren. In den vergangenen Monaten war Tesla jedoch in den Fokus der NHTSA gerückt. Die Aufsichtsbehörde leitete etwa auch eine Untersuchung nach mehreren Kollisionen von Teslas mit Einsatzfahrzeugen ein.

Tesla-Gründer Elon Musk, der für ein großes Mars-Projekt so viel Kapital wie möglich investieren möchte, macht derzeit mit seinem Treiben beim Onlinedienst Twitter auf sich aufmerksam, den er vor Kurzem gekauft hat. Der neue Twitter-Chef hat auf der Plattform eine Umfrage zur Entsperrung des Profils von Ex-US-Präsident Donald Trump gestartet. Trump war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar 2021 von Twitter verbannt worden. Die Zukunft des Kurznachrichtendienstes ist aber infolge des Chaos seit der Twitter-Übernahme durch Musk mehr als ungewiss. (tvd/dpa)

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