Verehrt wie ein Halbgott

Thailand nimmt endgültig Abschied von König Bhumibol

Trauerzug für Thailands verstorbenen König Bhumibol: Der zwei Kilometer lange Weg der Prozession wird von mehr als 100 000 Menschen gesäumt. Foto: Kittinun Rodsupan
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Trauerzug für Thailands verstorbenen König Bhumibol: Der zwei Kilometer lange Weg der Prozession wird von mehr als 100 000 Menschen gesäumt. Foto: Kittinun Rodsupan
Salutschüsse vor dem königlichen Krematorium. Foto: Wason Wanichakorn
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Salutschüsse vor dem königlichen Krematorium. Foto: Wason Wanichakorn
Der neunte Herrscher aus der Chakri-Dynastie: Thailands verstorbener König Bhumibol Adulyadej. Foto: Narong Sangnak
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Der neunte Herrscher aus der Chakri-Dynastie: Thailands verstorbener König Bhumibol Adulyadej. Foto: Narong Sangnak
Der feierliche Trauerzug für Thailands verstorbenen König Bhumibol kurz vor dem Start. Foto: Kittinun Rodsupan
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Der feierliche Trauerzug für Thailands verstorbenen König Bhumibol kurz vor dem Start. Foto: Kittinun Rodsupan
Er wurde verehrt wie ein Halbgott: König Bhumibol Adulyadej von Thailand nach einer Feier anlässlich seines 84. Geburtstags. Foto: Rungroj Yongrit
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Er wurde verehrt wie ein Halbgott: König Bhumibol Adulyadej von Thailand nach einer Feier anlässlich seines 84. Geburtstags. Foto: Rungroj Yongrit
Die symbolische Urne wird während des feierlichen Trauerzuges getragen. Foto: Kittinun Rodsupan
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Die symbolische Urne wird während des feierlichen Trauerzuges getragen. Foto: Kittinun Rodsupan
Trauernde Thais warten in Bangkok vor dem königlichen Krematorium auf den Beginn der Zeremonie. Foto: Wason Wanichakorn
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Trauernde Thais warten in Bangkok vor dem königlichen Krematorium auf den Beginn der Zeremonie. Foto: Wason Wanichakorn
Königliche Beamte ziehen in Bangkok den königlichen Wagen, der den Körper und die Urne des verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol transportieren soll. Foto: Wason Wanichakorn
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Königliche Beamte ziehen in Bangkok den königlichen Wagen, der den Körper und die Urne des verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol transportieren soll. Foto: Wason Wanichakorn
Buddhistische Mönche in Bangkok sind auf dem Weg in einen Tempel. Foto: Sean Edison
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Buddhistische Mönche in Bangkok sind auf dem Weg in einen Tempel. Foto: Sean Edison

Mit Pomp und Prunk verabschiedet sich Thailand von seinem alten König Bhumibol. Nach einer Prozession wird der Leichnam am Abend eingeäschert. Die Zeremonie folgt einem jahrhundertealten Ritual.

Bangkok (dpa) - Mehr als ein Jahr nach seinem Tod hat Thailand endgültig Abschied von seinem König Bhumibol genommen. Der Leichnam wurde am Abend in einem eigens gebauten Krematorium in Bangkok verbrannt - ganz in der Nähe des Großen Palasts, der alten Königsresidenz.

Die Zeremonie wurde von Bhumibols Sohn, dem neuen König Maha Vajiralongkorn, geleitet. Allein in der Hauptstadt waren mehr als eine Million Menschen auf den Straßen.

Bhumibol - auch bekannt als Rama IX. - hatte sieben Jahrzehnte an der Spitze des Königreichs gestanden. Er starb im vergangenen Oktober im Alter von 88 Jahren, was in seiner Heimat enorme Trauer auslöste. Damals war er auch der am längsten regierende Monarch der Welt. Seither lag der konservierte Leichnam im Großen Palast.

An der Trauerfeier nahmen mehr als 7000 geladene Gäste teil, darunter viele Angehörige anderer Königshäuser wie Königin Silvia aus Schweden oder Prinz Andrew aus Großbritannien. Deutschland wurde von Ex-Bundespräsident Christian Wulff vertreten. Sie schritten in der Dunkelheit das Krematorium empor, um sich vor dem Sarg des Monarchen zu verneigen. Die eigentliche Verbrennung begann dann aber im engen Kreis der königlichen Familie.

Zuvor war in einer großen Prozession eine symbolische Urne auf einem goldenen Streitwagen zum Sanam-Luang-Gelände gebracht worden, wo Thailands Könige traditionell eingeäschert werden. Mehr als 100 000 Menschen - alle in Schwarz - knieten am Rand der zwei Kilometer langen Strecke nieder. Die weltweit einzigartige Zeremonie folgte einem jahrhundertealten Ritual. Die Gesamtkosten werden auf umgerechnet etwa 75 Millionen Euro geschätzt.

Bhumibols Leichnam war bereits am Vorabend in aller Stille zum Krematorium gefahren worden. Als erster Thai-König überhaupt hatte er verfügt, in einem Sarg verbrannt zu werden. Bhumibols Witwe, die langjährige Königin Sirikit, war bei der Zeremonie zunächst nicht zu sehen. Die 85-Jährige taucht kaum noch in der Öffentlichkeit auf.

König des 67-Millionen-Einwohner-Staats ist nun der einzige Sohn Maha Vajiralongkorn, auch bekannt als Rama X.. Die Krönung steht noch aus. Erwartet wird, dass der 65-Jährige künftig stärker in Thailand in Erscheinung tritt. Bislang hält er sich oft in Bayern auf, wo er am Starnberger See eine Villa besitzt. Dort geht auch sein zwölfjähriger Sohn zur Schule.

Bangkok (dpa) - Die sterblichen Überreste von Thailands langjährigem König Bhumibol werden in einer feierlichen Zeremonie eingeäschert. Im Folgenden einige Zahlen dazu:

1,9: Länge der Prozessionsstrecke (in Kilometern)

2: lebensgroße Abbildungen von Bhumibols Lieblingshunden

9: Goldene Pavillons auf dem Gelände der Zeremonie

13,7: Gewicht des Holzwagens mit der Urne (in Tonnen)

58: Höhe des zentralen Pavillons (in Metern)

222: Soldaten, die den Holzwagen ziehen

622: Skulpturen von Göttern, Engeln, Tieren und mythischen Kreaturen

7500: offizielle Gäste

40 000: handgefertigte Stück Sandelholz an Sarg und Urne

100 000: Mindestzahl an Trauernden am Rand der Prozession. Hinzu kommen Hunderttausende an anderen Orten allein in Bangkok.

80 000: Sicherheitskräfte während der Zeremonie in Bangkok

12,7 Millionen: Thailänder, die im Großen Palast persönlich Abschied nahmen

75 Millionen Euro: Geschätzte Gesamtkosten der Zeremonie

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