Thailand: Sorgerechtsstreit um Baby Carmen auf März vertagt

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Das schwule Paar Gordon Lake aus den USA und Manuel Santos aus Spanien kämpft um die von einer Leihmutter ausgetragene Tochter. Foto: Narong Sangnak

Bangkok (dpa) - Der verzwickte Fall von Baby Carmen mit den zwei Vätern ist von einem Gericht in Thailand um weitere fünf Monate vertagt worden.

Das schwule Paar Gordon Lake aus den USA und Manuel Santos aus Spanien kämpft seit Monaten um die von einer Leihmutter ausgetragene Tochter. Das zuständige Jugendgericht in Bangkok habe nun entschieden, dass die nächste Anhörung erst im März 2016 stattfinden soll, berichtete die Webseite "Khaosod" am Freitag. Die US-Behörden können nach eigenen Angaben keinen Pass ausstellen, weil die Frau nach der Geburt überraschend selbst einen Anspruch auf das Baby erhoben hat. Carmen ist mittlerweile neun Monate alt.

"Wir möchten einfach nur weinen", schrieb das Paar, das sich seit der Geburt von Carmen im Januar in Bangkok aufhält, nach dem Gerichtstermin auf seiner Facebook-Seite. Leihmuttergeschäfte sind seit Juli für Ausländer verboten. Vorher geborene Kinder sind ausgenommen.

Der Fall ist kompliziert: Das Kind wurde mit einer Spender-Eizelle gezeugt, die 34-jährige Leihmutter ist biologisch nicht mit Carmen verwandt - aber ihr Name steht auf der Geburtsurkunde. Obwohl Lake der biologische Vater des Mädchens ist, fürchten die Männer um ihr Sorgerecht, seit die Frau erklärt hatte, sie habe es sich anders überlegt. Lake und Santos haben einen Sohn von einer Leihmutter in Indien, der bei den Großeltern in Spanien lebt.

Thailändisches Leihmuttergesetz von Juli 2015 (thailändisch)

US-Botschaft in Bangkok zu Leihmutterschaften

Facebook-Seite

Online-Petition Bring Carmen Home

Bericht Khaosod

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