Folgenreicher Zoff in Brandenburg

In Therme beleidigt - Burkini-Trägerin stellt Strafanzeige

Bad Saarow - Zwei Frauen im Ganz-Körper-Badeanzug (Burkini) haben in einer Therme in Bad Saarow (Oder-Spree) in Brandenburg den Unmut anderer Badegäste zu spüren bekommen.

Eine junge Berlinerin, die zusammen mit ihrer aus dem Libanon stammenden Familie am Samstag dort Badegast war, stellte Strafanzeige, wie ein Polizeisprecher am Montag in Frankfurt (Oder) mitteilte. Zunächst hatte der Sender RBB über den Fall berichtet.

Die Frau, die genau wie ihre Mutter einen Burkini trug, fühlte sich der Polizei zufolge beleidigt und diskriminiert. Andere Badegäste hätten sie beschimpft und einen Bademeister eingeschaltet, erklärte die Frau im RBB. Ein Sprecher der Therme wies die Darstellung zurück, dass die Frauen beleidigt worden sein. Die Frauen hätten die Therme nach Wortgefechten mit Badegästen verlassen, hieß es im RBB-Bericht. Laut Polizei ermittelt der Staatsschutz. 

„Bei uns ist Badebekleidung vorgeschrieben. Bei Burkinis handelt es sich um solche und wir hatten schon viele Badegäste, die so einen Burkini trugen“, erklärte Thermen-Chef Axel Walter. Die Anzüge der Frauen seien vom Bademeister aber nicht als Burkinis erkannt worden. Deshalb habe er sie gebeten, beim nächsten Mal in passender Badebekleidung zu erscheinen, betonte Walter. 

Derzeit erregt eine Debatte um ein Burka-Verbot die Gemüter. Mehrere Unionspolitiker hatten ein Verbot einer Ganzkörperverschleierung muslimischer Frauen gefordert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erteilte einem solchen Verbot aber eine Absage.

Ein Burkini ist ein Badeanzug für muslimische Frauen. Bis auf Gesicht, Hände und Füße sind dabei alle Körperpartien bedeckt.

70 Jahre Bikini: skandalös, emanzipatorisch und sexy

Der Monokini kam 1964 in Mode. Foto: Wolfgang Weihs
Der Monokini kam 1964 in Mode. Foto: Wolfgang Weihs © Wolfgang Weihs
Louis Réard hat mit dem Bikini die Modewelt in Aufregung versetzt. Foto: UPI/dpa
Louis Réard hat mit dem Bikini die Modewelt in Aufregung versetzt. Foto: UPI/dpa © UPI
Relaxt. Foto: Daniel Karmann
Relaxt. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Bademode für die Badesaison 1964. Foto: Harry Flesch
Bademode für die Badesaison 1964. Foto: Harry Flesch © Harry Flesch
Den Dr.-No-Bikini hat Ursula Andress berühmt gemacht. Foto: UPI/dpa
Den Dr.-No-Bikini hat Ursula Andress berühmt gemacht. Foto: UPI/dpa © UPI
Die "Sünderin" Hildegard Knef im Juli 1951 in New York. Foto: UPI/dpa
Die "Sünderin" Hildegard Knef im Juli 1951 in New York. Foto: UPI/dpa © UPI

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.