Welttierschutztag am 4. Oktober

Tierschutzbund warnt vor Hundewelpen-Kauf

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Aus einem Tiertransporter gerettete Beagle-Welpen. Zollbeamte den Tansport aus Osteuropa überprüft und 77 Tiere sichergestellt. Foto: David Ebener/Archiv

Bonn - "Süße Hundewelpen günstig abzugeben": Hinter solchen Anzeigen steckt nach Angaben des Tierschutzbundes oft eine Hunde-Mafia. Der Handel mit illegal importieren Welpen sei ein großes Problem.

Der Deutsche Tierschutzbund warnt vor dem Kauf illegal importierter Hundewelpen. In Deutschland würden skrupellose Händler die Hunde über Internet oder Zeitungs-Kleinanzeigen weiterverkaufen.

"Die Welpen werden viel zu schnell von ihrer Mutter getrennt. Sie sind meist nicht geimpft, stark geschwächt durch die lange Reise und haben keine oder gefälschte Papiere", sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.

"Wenn "süße Welpen aller Rassen" angepriesen werden, sollten die Alarmglocken klingeln", mahnte Schröder vor dem Welttierschutztag am 4. Oktober.

Immer wieder stießen Polizei und Zoll auf Lastwagen, voll beladen mit Welpen, vor allem in den deutschen Grenzregionen. Zahlen dazu gebe es nicht. "Aber allein im vergangenen Jahr haben Tierheime - hauptsächlich in Bayern und Sachsen - 650 Welpen aufgenommen, die die Polizei zufällig bei Kontrollen aufgegriffen hat", sagte Schröder.

Die Tiere kämen vornehmlich aus Osteuropa, zum Beispiel aus Tschechien, Ungarn oder der Slowakei. "Dort werden Hündinnen in regelrechten Tierfabriken gehalten und als Gebärmaschinen missbraucht."

Bislang flögen Hundetransporte meist durch Zufall auf, etwa bei Drogenkontrollen. "Wünschenswert wäre eine grenzübergreifende Sonderermittlungsgruppe zum Thema Hundehandel, die gezielt nach solchen Transporten sucht", meinte Schröder. Zudem müssten Verantwortliche härter bestraft werden. Tierfreunde, die sich einen Hund anschaffen möchten, sollten sich ans Tierheim wenden.

dpa

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