Es ist nicht schädlich, wenn Hunde ihre Zahnpasta verschlucken

Tiersprechstunde: Zähne putzen ist sinnvoll

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Gepflegt: Auch bei Hunden ist regelmäßige Zahnhygiene wichtig. Damit beugt man Erkrankungen vor.

Wenn das Haus- oder Nutztier krank wird, will der Besitzer so schnell wie möglich helfen. Ihre Fragen zur Tiergesundheit beantwortet Tierärztin Bettina Mangold in unserer Tiersprechstunde.

Kann etwas passieren, wenn mein Hund beim Zähneputzen die Hundezahnpasta oder die Schlämmkreide schluckt?, fragte Annelore B. aus Fritzlar.

Die Tierärztin: Die Inhaltsstoffe von Hundezahnpasta sind unschädlich für den Hund, wenn er sie schluckt. Schlämmkreide besteht aus Kalk und ist ebenfalls unschädlich. Beim Zähneputzen wird außerdem nur eine geringe Menge verwendet. Regelmäßige Zahnhygiene beugt Karies und Zahnfleischerkrankungen vor und dient damit der Gesunderhaltung des Hundes.

 

Unser Hund stammt aus Spanien, wir haben ihn aus dem Tierheim. Er beißt alle Besucher, wie können wir ihm das abgewöhnen?, wollte Sabine R. aus Gudensberg wissen.

Die Tierärztin: Da die Vorgeschichte des Hundes unbekannt ist, sollte ein Hundetrainer engagiert werden, um den Hund in der entsprechenden Situation vor Ort zu trainieren. Mehrere Gründe für das Verhalten sind denkbar: Der Hund wurde als Wachhund eingesetzt, dann erledigt er seinen gewohnten Job und verteidigt das Haus. Der Hund müsste umerzogen werden, damit er lernt, was seine neuen Besitzer von ihm erwarten. Oder der Hund lebte wild und ist nicht sozialisiert, dann sollte er lernen, dass der Mensch entscheidet, wer das Haus betritt und nicht der Hund. Kommt Besuch, wird der Hund vor dem Öffnen der Haustür auf seinen Platz verwiesen und gegebenenfalls angeleint. Der Mensch begrüßt den Besuch, nicht der Hund. Vielleicht hat der Hund aber auch Schlimmes erlebt und ist ängstlich bei allen, die fremd sind. Das Üben der Situation mit Maulkorb und Belohnung kann helfen, auch ein Leckerli aus der Hand der Besucher wäre einen Versuch wert.

Mein Pferd hat trockene, rissige Hufe. Hätten Sie Pflegetipps für mich?, fragte eine Leserin aus Baunatal.

Die Tierärztin: Tägliche, ausreichende Bewegung des Pferdes fördert den Hufmechanismus und die Durchblutung der Huflederhaut, die für das Hornwachstum sorgt. Zur Pflege sollten die Hufe täglich mit Bürste und Hufkratzer gereinigt, sowie auf eingetretene Steine oder andere Fremdkörper kontrolliert werden. Bei zu trockenen Hufen hilft regelmäßiges Waschen mit warmem Wasser. Dabei sollte zur Schonung der deckenden Glasurschicht und des empfindlichen Saumbandes am oberen Hufrand ein Schwamm verwendet werden. Nach 15-minütigem Wässern der Hufwand und -sohle werden die Hufe oberflächlich abgetrocknet und mit Huffett eingefettet. Das Fett verhindert einerseits die Verdunstung des Wassers aus dem Wandhorn, andererseits aber auch die Aufnahme von Feuchtigkeit. Daher sollten die Hufe nicht ohne vorheriges Wässern eingefettet werden, das Horn würde sonst zusätzlich austrocknen. Die Hornqualität lässt sich auch durch die Fütterung beeinflussen. Vitamin A, Biotin, und Zink haben einen positiven Effekt bei der Behandlung verschiedener Hufleiden. (yma)

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