Tipps, wie man mit Haustieren sicher feiert

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Stress für Hund und Katze: Weihnachten und Silvester werden für Haustiere nicht nur durch die Verkleidung zur Belastung, vielmehr können Weihnachtsschmuck, Deko, Blumen und Böller gefährlich für die Tiere werden.

Für Tiere können Weihnachten und Silvester zu gefährlichen Tagen werden. Hunde, Katzen und Stubenvögel sind an den Feiertagen so mancher Gefahr ausgesetzt. Damit der Heilige Abend oder Silvester nicht in der Notaufnahme einer Tierklinik enden, gibt Tierärztin Bettina Mangold einige Tipps.

Essensreste sind Tabu

Das geht überhaupt nicht: Essensreste. Das Fleisch ist häufig viel zu fett und stark gewürzt. Besonders gefährlich sind spitze und leicht splitternde Gänse- und Entenknochen oder Gräten vom Karpfen, die Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen können. Frisst der Hund größere Knochenmengen, kann es zu schmerzhaften Verstopfungen und so genanntem Knochenkot kommen. Essensreste in der Biotonne entsorgen, denn der Duft von Bratenresten lässt so manchen Hund den Mülleimer plündern.

Schokolade ist gefährlich

Auch Schokolade gehört nicht in den Hundemagen: Je dunkler, das heißt je kakaohaltiger die Schokolade ist, desto höher ist der Theobromingehalt. Dieser mit Koffein verwandte Stoff ist – in größerer Menge vertilgt – besonders für kleinere Hunde lebensgefährlich. Achtung beim Raclette-Essen: Die beim Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen freigesetzten Dämpfe sind für Vögel (im Gegensatz zu Säugetieren) hochgiftig.

Giftige Dekoration

Katzen spielen gerne mit Weihnachtskugeln, die zu scharfkantigen Scherben zerbrechen können. Hunde stibitzen mit Vorliebe Christbaumschmuck aus Schokolade und verschlingen ihn mitsamt Stanniolpapier und Drahtaufhänger. Darum Hunde und Katzen nie allein mit dem Weihnachtsbaum lassen. Das gilt besonders, wenn der Baum mit echten Kerzen geschmückt wird. Sehr gefährlich können auch Lametta und Engelshaar sein, denn von der Katze verschluckt, ist die Folge oft ein Darmverschluss.

Auf Pflanzen verzichten

Auf manche Pflanzen zu Weihnachten sollte man dem Tier zuliebe besser verzichten. Der Weihnachtsstern produziert den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Krämpfen, Durchfall, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen.

In sich hat es auch die Stechpalme (Ilex). Sie enthält in Blättern und roten Beeren starke und in höherer Konzentration sogar tödliche Giftstoffe. Giftig sind auch Christrose und der dekorative Mistelzweig.

Stress durch Böller

Obacht in der Silvesternacht. Besonders Hunde und Katzen stehen unter Dauerstress, versuchen zu fliehen oder wollen keinen Fuß vor die Tür setzen. Hunde darum nicht mehr von der Leine lassen, denn eine Rakete kann das Tier so erschrecken, dass es nur noch um sein Leben und im schlimmsten Fall vor ein Auto rennt. Katzen, die Freigang gewohnt sind, in der Silvesternacht im Haus lassen. Das Risiko, dass das Tier in Panik flieht oder sich verängstigt tagelang verkriecht, ist hoch.

Für alle Tiere gilt: Im ruhigsten Raum unterbringen! Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge, brennende Lampen und gewohnte Klänge wie Radiomusik oder der laufende Fernseher können den ungewohnten Krach erträglicher machen. Sehr ängstliche Tiere sollten aber in der Silvesternacht nicht alleine bleiben.

Von Bettina Mangold

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