Junger Syrer soll Mord begangen haben

Tödliche Dönermesser-Attacke: Prozessbeginn

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Der Verteidiger Andreas Eggstein (r.) steht im Landgericht in Tübingen (Baden-Württemberg) im Prozess um ein Tötungsdelikt mit einem Dönermesser neben dem wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs angeklagten Mohamad H. (l.) und einem Dolmetscher im Gerichtssaal.

Reutlingen/Tübingen - In Tübingen steht ein junger Syrer wegen zweifachen versuchten Mordes vor Gericht. Am ersten Verhandlungstag gab es Unklarheiten über das Alter des Angeklagten.

Nach einer tödlichen Attacke mit einem Dönermesser steht ein junger Mann wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes in Tübingen vor Gericht. 

Der Angestellte eines Imbisslokals soll am 24. Juli vergangenen Jahres seine 45 Jahre alte Freundin und Arbeitskollegin mit einem Dönermesser in Reutlingen getötet haben. Bei einem Amoklauf durch die Innenstadt habe er weitere Menschen töten wollen und sie dabei verletzt, hieß es in der Anklage. Die Tat hatte bundesweit Aufsehen erzeugt, sie passierte nur zwei Tage nach dem Amoklauf von München, bei dem ein Mann in einem Einkaufszentrum um sich schoss.

Zu Beginn der Verhandlung am Landgericht am Dienstag, 24. Januar, ging es am Dienstag um das Alter des Angeklagten. Unklar ist, ob der anerkannte Asylbewerber aus Syrien zum Zeitpunkt der Tat bereits 21 Jahre alt war, wie es auf seinem Ausweis steht, oder ob er damals noch Heranwachsender war, wie er sagt. Dann wäre eine Jugendkammer zuständig und müsste den Prozess vom Schwurgericht übernehmen. 

Ein Urteil wird Anfang April erwartet.

dpa

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