Anwohner können zurück in Wohnungen

Spurensuche nach Explosion in Chemiefabrik

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Rettungskräfte stehen auf dem Gelände der Chemiefabrik in Pirna.

Pirna - Nach der Explosion in einer Chemiefabrik mit einem Toten in Pirna in Sachsen wollen die Ermittler heute nach der Ursache forschen. Kriminaltechniker sollen das Gebäude untersuchen.

Nach der Explosion in einer Chemiefabrik in Pirna (Sachsen) können die Bewohner der angrenzenden Häuser wieder in ihre Wohnungen. Die Feuerwehr habe die Gebäude um 2.00 Uhr freigegeben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wegen austretender Lösungsmittel waren mehr als 100 Anwohner in Sicherheit gebracht worden.

Das Unglück, bei dem am Montagabend auch vier Arbeiter Verletzungen erlitten, soll von einem Reaktor für chemische Produkte ausgegangen sein. Zur Höhe des Sachschadens waren zunächst keine Schätzungen bekannt - zumindest die Fassade des betroffenen Produktionsgebäudes wurde nach Angaben der Feuerwehr komplett zerstört.

Nach der Explosion brach ein Feuer aus. Wegen austretender Lösungsmittel mussten mehr als 100 Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr wollte in der Nacht weiter Brandwache halten.

Betriebsleiter Joachim Seifert zeigte sich am Montagabend ratlos. Das Unglück sei ihm "bisher nicht erklärbar". In dem betroffenen Produktionsgebäude sei am Montag erstmals in größerer Menge ein Flammschutzmittel für Textilien hergestellt worden.

Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich etwa 30 Firmenmitarbeiter auf dem Gelände. Die Fabrik liegt in einem kleinen Ortsteil, der etwa acht Kilometer außerhalb der sächsischen Stadt liegt. Die Bewohner der angrenzenden Häuser konnten am frühen Morgen wieder in ihre Wohnungen. Die Feuerwehr habe die Gebäude um 2.00 Uhr freigegeben, teilte die Polizei am Dienstag mit.

In der Chemiefabrik sind nach Angaben der Stadt rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Auf dem etwa 15 000 Quadratmeter großen Gelände befinden sich mehrere Gebäude. Dort wurden schon zu DDR-Zeiten Chemikalien produziert.

dpa

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