Jugendliche springen von Balkon zu Balkon - wieder Todesopfer

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Kein Klettergerüst: Balkone dienen zur Erholung und nicht zu Mutproben.

In schwindelerregender Höhe springen Jugendliche von einem Balkon zum anderen – oder in einen Pool. Balconing nennt sich dieser neue Trend, der immer häufiger tödlich endet. Allein vier Menschen starben dieses Jahr in Spanien, unter ihnen ein 19-jähriger Hesse.

Eigentlich wollte der junge Mann aus Südhessen sein Abitur mit Freunden in Lloret de Mar feiern. Doch die feucht-fröhliche Party endete jäh, nachdem der betrunkene Mann beim Balconing in den Tod stürzte.

Youtube-Video von einem Balconing-Sprung

Vor allem junge Briten und Deutsche wagen immer wieder riskante Sprünge von Balkonen. Waren es vor zwei Jahren noch junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, probieren nun auch immer jüngere Urlauber das lebensgefährliche Springen aus. Inspiriert werden sie dabei meist von Online-Video-Portalen wie Youtube, auf denen zahlreiche Balconing-Videos veröffentlicht werden. Häufig sind Drogen und Alkohol bei dem Balconing im Spiel. Manchen gilt es auch als Mutprobe.

Seit 2012 sind über ein dutzend junge Leute bereits in den Tod gestürzt, die Anzahl der schweren Verletzungen liegt deutlich höher. Fast jede Nacht rückt der Rettungsdienst in den Urlaubshochburgen an.

Mit ihren Sprüngen bringen die Jugendlichen die Hotelbesitzer zur Verzweiflung. Diese sehen kaum Möglichkeiten, die Springer an ihrem „Spiel“ zu hindern. Dennoch müssen sie Vorkehrungen treffen. Denn Hoteliers, die das „Balconing“ dulden, drohen Strafen bis zu 1500 Euro. (ptk)

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