Verteidigung verhindert zügiges Ende

Tödliche Stiche auf Schwangere - Antragsflut verhindert Plädoyers

Wiesbaden. Mit einer Flut von Anträgen hat die Verteidigung im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Schwangere ein Ende der Beweisaufnahme verhindert. In dem Verfahren vor dem Wiesbadener Landgericht geht es um den Tod einer 22-Jährigen. Am Montag war mit den Plädoyers gerechnet worden.

Die junge Frau soll laut Anklage von ihrem Ex-Freund erstochen worden sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Schwangerschaft das Motiv für die Messerattacke war.

Der Student soll der 22-Jährigen vor ihrer Haustür aufgelauert und dreimal hinterrücks auf sie eingestochen haben. Laut Anklage soll er zuvor unter massiven Drohungen von der jungen Frau verlangt haben, das gemeinsame Kind abzutreiben. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sein Opfer heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet zu haben.

Die junge Frau starb am 5. Februar im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Sie war im dritten Monat schwanger. Eine Obduktion hatte ergeben, dass der Angeklagte der leibliche Vater des Kindes war.

Die Verteidigung war am Montag mit Befangenheitsanträgen gegen den Vorsitzenden Richter gescheitert. Die Anwälte hatten ihr Vorgehen mit der Ablehnung mehrerer Anträge kurz vor dem Ende der Beweisaufnahme begründet. Die Verteidigung habe zudem nicht genügend Zeit gehabt, Beweismaterial zu sichten und auszuwerten. Das Gericht wies diese Einwände als unbegründet zurück.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.