Von München aus

45 Tonnen: Hilfsgüterflug in Ebola-Gebiete

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45 Tonnen Hilfsgüter für die Ebola-Gebiete bringt das Ärzteteam der Hilfsorganisation Humedica am Montag nach Liberia. 

München - In Westafrika fallen täglich mehr Menschen dem Ebola-Virus zum Opfer. In München startet nun ein Flugzeug mit Hilfsgütern in Richtung Liberia. 

45 Tonnen Hilfsgüter für die Ebola-Krisengebiete in Westafrika sollte ein Flugzeug am Montagnachmittag vom Münchner Flughafen nach Liberia bringen. „Es geht vor allem um Schutzausrüstung und Medikamente“, sagte Humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß vor dem Abflug der Maschine. Die Hilfsorganisation habe das Material teils gekauft, teils handele es sich um Spenden. Vielen Menschen in Westafrika sei die Gefahr des Ebola-Virus nicht bewusst. „Da reicht schon eine Berührung ohne Schutzkleidung, um sich zu infizieren“, sagte Groß. Ziel des Einsatzes sei daher vor allem, Aufklärung zu leisten.

Der zunächst für den frühen Montagnachmittag geplante Start verzögerte sich, weil die Transportmaschine aus Belgien erst gegen 14.30 Uhr am Münchner Flughafen eintraf. Rund 35 Paletten mit Hilfsgütern wie Schutzanzügen, Atemmasken, Infusionen und Desinfektionsmitteln standen auf dem Rollfeld zum Einladen bereit.

Das Beladen des Flugzeugs beobachtete auch die Botschafterin Liberias in Deutschland, Ethel Davis. „Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich“, sagte sie. Davis rief dazu auf, gemeinsam gegen das Virus zu kämpfen. „Die ganze Welt muss zusammen stehen, um Ebola auszulöschen.“

Dem bislang schwersten Ebola-Ausbruch, der vor sechs Monaten erkannt worden war, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 3000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 6500. Die WHO rechnet aber mit einer hohen Dunkelziffer, da viele Menschen in abgelegenen Gegenden sterben, ohne dass diese Todesfälle registriert werden.

dpa

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