Mehr als 120 Tornados wüten in den USA: Fünf Tote

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Tornados haben in den USA teils schwere Verwüstungen angerichtet

Washington - Eine Serie von Tornados hat am Wochenende im mittleren Westen der USA teils schwere Verwüstungen angerichtet. Hier sehen Sie die Bilder:

Eine Serie von mehr als 120 Tornados und eindringliche Warnungen vor weiteren extrem gefährlichen Stürmen haben die mittleren Staaten der USA in Angst und Schrecken versetzt. Der schwerste Wirbelsturm traf am Sonntag Oklahoma: Fünf Menschen kamen ums Leben, mindestens 29 wurden verletzt.

Der Tornado sei in den frühen Morgenstunden auf die Ortschaft Woodward im Nordwesten Oklahomas getroffen, erklärte der regionale Katastrophenschutz. Der Bürgermeister des Ortes sagte der Nachrichtenagentur AP, die Bewohner seien nicht vor dem Tornado gewarnt worden.

“Wir hatten vorher einen kleineren Tornado und alle Sirenen haben geheult. Als dieser kam, haben unsere Sirenen nicht funktioniert. Wir hatten keine gute Sturmwarnung“, sagte Roscoe Hill. Für die Obdachlosen wurde eine Notunterkunft in einer Kirche eingerichtet. Mehr als 8.000 Einwohner - etwa zwei Drittel der Stadt - waren ohne Strom.

Tornados wüten in den USA: Mehrere Tote

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Auch aus anderen Regionen wurden beträchtliche Schäden gemeldet. In Kansas wüteten mindestens zehn Tornados, die Region um Wichita wurde dabei zur Katastrophenzone erklärt. Ersten Schätzungen zufolge belaufen sich die Schäden auf rund 280 Millionen Dollar (rund 210 Millionen Euro).

Sie habe gezittert, als sie in ihrem Rollstuhl in einen Schutzraum gefahren worden sei, berichtete Kristin Dean. Sie habe es gerade noch geschafft, eine Tasche zusammenzupacken. Und dies sei nun alles, was sie habe - ihre mobile Unterkunft sei verschwunden.

Nachbarin Yvonne Tucker sagte: “Ich dachte nicht, dass es so schlimm sein könnte, bis ich meine Straße entlanglief.“ Alles sei zerstört. “Ich habe so etwas im Fernsehen gesehen, aber wenn es einem selbst passiert, ist es unwirklich. Ich fühle mich einfach verloren.“

Hagel durchschlägt Fensterscheiben

In Iowa wurden große Teile der Ortschaft Thurman zerstört, Verletzte gab es nicht. An einem Krankenhaus in der Ortschaft Creston richteten die Stürme Schäden am Dach an. In der Region Petersburg in Nebraska durchschlug starker Hagel Fensterscheiben und riss Verkleidungen von Häusern ab.

Schon am Samstag hatte der Nationale Wetterdienst vor lebensbedrohlichen Tornados gewarnt. Es sei erst das zweite Mal in der Geschichte des Landes, dass 24 Stunden vor dem Unwetter eine solche Warnung erfolge, sagte Russ Schneider, der Leiter des zum US-Wetterdienst gehörenden Zentrums für Sturmvorhersage. Doch auch nach den Tornados vom Sonntag gab es keine Entwarnung: Von Texas bis Michigan könnte es noch weitere Stürme geben, erklärte der Wetterdienst.

Von Rochelle Hines und Roxanna Hegeman

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