Alle Opfer verloren Bewusstsein

Sieben Tote im Brunnen: Es fehlte Sauerstoff

Phnom Penh. Ihre Geschichte geht um die Welt: Sieben Menschen sind am Wochenende im südostasiatischen Kambodscha in einem Brunnen gestorben (wir berichteten). Die Tragödie hinterlässt eine Frage: Wie konnte so etwas passieren?

Laut der örtlichen Zeitung „The Phnom Penh Post“ hatte der Familienvater Tuy Chin beim Wasserschöpfen Geld in den Brunnen fallen lassen (umgerechnet 50 Cent). Der 50-Jährige stieg per Leiter hinab, um es zu suchen, fand jedoch nichts. Wieder an der Oberfläche, ließ er die Leiter stehen. Zusätzlich passierte ihm ein folgenschweres Missgeschick: Er erzählte seiner Tochter von dem Geld und bedachte nicht, dass Kinder versuchen würden, es zu finden.

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Laut der Zeitung stieg zuerst Chins 11-jähriger Sohn hinab, verlor jedoch bald wegen Sauerstoffmangels in dem engen Schacht das Bewusstsein. Es folgten dessen 13-jährige und 15-jährige Schwestern des Jungen. Sie erlitten dasselbe Schicksal und starben an Sauerstoffmangel. Auf die gleiche Weise starben auch vier Nachbarn, die versuchten, die Kinder zu retten.

Der örtliche Polizeichef sagte der „Phnom Penh Post“, dass Menschen binnen 40 Sekunden bewusstlos werden können, sobald der Sauerstoffgehalt eine bestimmte Grenze unterschreitet. Zusätzlich habe es in dem Brunnen am Morgen mehr Sauerstoff gegeben als am Abend. Das erklärt, warum der Vater im Brunnen überlebte. (ema)

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