Toter "Keinohrhase": Kameramann ist untröstlich

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Til ist tot.

Chemnitz - Kameramann Sascha D. hat den Tod des Kaninchenbabys zu verantworten, das vor gut zwei Wochen ohne Ohren geboren worden war. Jetzt bricht er erstmals sein Schweigen.

Til sollte der Star des Tierparks in Limbach-Oberfrohna werden. Til, so sollte der löffellose Mini-Mümmler heißen - nach Til Schweiger, dem Macher der Kinokomödie "Keinohrhasen", der als sein Patenonkel im Gespräch war. Doch nur gut zwei Wochen nach seiner Geburt starb das niedliche Kaninchenbaby. Es war kein natürlicher Tod: Bei Dreharbeiten zerquetschte Kameramann Sacha D. das Fellknäuel aus Versehen. Wie es zu dem Unfall kam, erzählte er jetzt der "Chemnitzer Morgenpost".

Er stand im sechs Quadratmeter großen Kaninchenstall, als es passierte. "Ich war in der Hocke, bin einen Schritt zurückgetreten und merkte plötzlich, dass ich auf etwas stand“, erzählt Sascha D. Til hatte sich im Stroh versteckt. Es war sofort tot.

Drama um echten "Keinohrhasen"

Keinohrhase
 © dpa
Keinohrhase
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Keinohrhase
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Keinohrhase
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"Es tut mir so leid", entschuldigt sich Sascha D. immer wieder. Doch der Direktor des Tierparks macht ihm keine Vorwürfe. "Es war ein tragisches Unglück", sagt Uwe Dempewolf (53). Er hatte gehofft, mit Til als Werbeträger würde der 1959 gegründete Zoo mit seinen 200 tierischen Bewohnern nationale Bekanntheit erlangen. "Wir sind sehr betroffen", fügt er zerknirscht hinzu. Alle PR-Termine sind abgesagt.

Til war vermutlich wegen eines Gen-Defektes ohne Ohren auf die Welt gekommen.

tz

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