Träge oder hyperaktiv: Schilddrüsenprobleme bei Haustieren

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Große Hunde können an einer Schilddrüsenunterfunktion erkranken. Ältere Katzen sind dagegen häufig von einer Schilddrüsenüberfunktion betroffen. Foto: Peter Endig

Bonn (dpa/tmn) - Auch Haustiere leiden unter Schilddrüsenproblemen. Während ältere Hunde eher durch eine Unterfunktion träge werden, macht eine Überfunktion Katzen zunächst hyperaktiv. Für beide Fälle gibt es Behandlungsmöglichkeiten.

Vor allem mittelalte bis ältere Hunde sind von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Dabei bildet die Drüse im Hals zu wenig von den Hormonen Thyroxin und Trijodthyronin. Außerdem betreffe das Problem eher große Hunderassen wie Dogge, Schäferhund und Neufundländer, erläutert der Bundesverband für Tiergesundheit. Für eine Unterfunktion gibt es keine typischen Symptome, was die Diagnose schwer macht. Am auffälligsten sind Hautsymptome wie trockenes oder brüchiges Fell und Haarausfall. Außerdem haben die Tiere weniger Lust auf Bewegung und eine schlechtere Kondition. Ist die Krankheit richtig diagnostiziert worden, ist die Behandlung relativ leicht. Medikamente gleichen den Mangel aus. In den meisten Fällen hilft das Präparat lebenslang.

Bei Katzen leiden vor allem Tiere mit 13 Jahren oder älter unter einer Schilddrüsenüberfunktion. Die ersten Symptome dieser Hormonstörung führen Halter aber in die Irre: Denn die alten Katzen sind scheinbar wieder jung, sehr aktiv und entwickeln dabei einen ungewöhnlichen Heißhunger. Nach wenigen Wochen verkehren sich diese Anzeichen ins Gegenteil: Der Vierbeiner wird lethargisch und frisst nur noch wenig. Darauf weist der Bundesverband für Tiergesundheit hin. In der Regel behandelt man eine Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen mit Medikamenten. Sogenannte Thyreostatika hemmen die Bildung der Schilddrüsenhormone. Katzen müssen die Medikamente lebenslang nehmen.

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