Vergeblicher Kampf um Spenderherz

Tragisches Schicksal: Herzkranker Muhammet (2) in Türkei gestorben

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Den Kampf verloren: Muhammed starb am Mittwoch.

Gießen. Nach einem monatelangen, vergeblichen Kampf um ein Spenderherz ist der schwer kranke Muhammet Eren in der Türkei gestorben. Der Zweijährige erlag am Mittwoch in einem Krankenhaus in Istanbul den Folgen seiner Erkrankung, sagte der Anwalt der Familie am Donnerstag.

Die Eltern des Jungen hatten erfolglos versucht, in Deutschland eine Herztransplantation zu erreichen. Da der Junge auch einen schweren Hirnschaden hatte, hatte die Uniklinik Gießen sich geweigert, ihn auf die Warteliste zu setzen. Das Landgericht Gießen hatte dem Krankenhaus Recht gegeben.

Das Kleinkind konnte nur mit Hilfe eines Kunstherzes am Leben gehalten werden, vergangenes Wochenende hatten sich sein Gesundheitszustand, aber auch seine Hirn-Funktionen dramatisch verschlechtert. Daraufhin war Muhammet in die Türkei verlegt worden, "damit er dort im Kreis seiner Familie sterben und beerdigt werden kann", wie der Anwalt am Montag mitgeteilt hatte. Der Fall hatte eine emotionale Debatte um die Vergabe von Spenderorganen ausgelöst.

Über das soziale Netzwerk Facebook hatten die Eltern zwischenzeitlich immer wieder mitgeteilt, wie es ihrem Kind geht. Dort verkündeten sie am Mittwoch auch die Nachricht, dass Muhammed gestorben ist. Das "Deutsch Türkische Journal" veröffentlichte die Übersetzung des Posts der Eltern in der Online-Ausgabe. (dpa)

Dieses Video veröffentlichten die Eltern zuletzt bei Facebook

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