Neuer Trend im Internet

Pottering: Im Besenflug über Australien

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Im Besenflug über Sydney.

Syney. Junge Australier haben einen neuen Trend gestartet: „Pottering“. Dabei stellt man verrückte Fotos von sich selbst beim Flug auf dem Besen auf eine Facebook-Seite. Alles spielt auf die berühmte Figur "Harry Potter" an.

Zwei Jugendliche duellieren sich in der Luft mit ihren Zauberstäben. Drei Mädchen fliegen auf dem Besen zur Waschanlage, ein Mädchen schwebt an der berühmten Hafenbrücke Sydneys vorüber und ein Junge fliegt am Strand von Bondi entlang. „Pottering“ – sich selbst im Flug auf einem Besen zu fotografieren – ist der neueste verrückte Sport aus Australien.

Drei junge Australier erfanden den Trend, der bereits um den Globus geht. Harry Potter-Fans weltweit haben schon Fotos von sich selbst mit Besen in der Luft und vor oft berühmtem Hintergrund an die Facebookseite "Public Pottering" geschickt.

Gewagte Stunts vor bekannter Kulisse

Die Idee dazu stammt von drei australischen Freunden: Martin Kastengren (21), George Andrianakos (21) und Simon Carr (19) richteten die Facebookseite Anfang März ein. Inzwischen hat die Seite schon mehr als viereinhalbtausend Fans.

Hier geht es zur Facebook-Seite "Public Pottering".

Einige der Bilder scheinen gewagte Stunts oder zumindest geschickter Photoshop zu sein: da fliegt einer auf einem Besen und mäht gleichzeitig den Rasen und ein anderer nimmt im Flug eben Mal einen Hamburger beim Fast Food-Restaurant mit. Andere springen aus dem Fenster oder von einer Mauer. Viele Fotos sind vor einer bekannten Kulisse aufgenommen: am Eiffelturm in Paris, vor der Skyline von Sydney oder in Bondi, dem bekanntesten Strand Sydneys.

Manche Fotos sind aber auch einfach nur raffinierte Alltagsbilder. Ein Mädchen liest beim Fliegen in einem Buch, ein anderer Teenager ist scheinbar am Telefon – ein Stunt, der auf der Seite mit den Worten „GESUCHT!!! Wegen Telefonierens beim Fliegen. Falls Sie ihn sichten, kontaktieren Sie bitte die Dementoren unter 1800AZKABAN“ kommentiert wird. Alles in Anspielung an die berühmte Harry Potter-Serie der britischen Autorin J.K. Rowling.

Keine „fanatischen“ Harry Potter-Fans

Dabei sind die drei jungen Männer, die den Trend ins Rollen brachten, gar keine fanatischen Harry Potter-Fans, wie sie selbst sagen. Sie geben zwar zu, den Zauberlehrling von J. K. Rowling durchaus zu mögen, mehr aber auch nicht. Der australischen Nachrichtenseite news.com.ausagten sie, sie hätten einfach nur im Garten rumgespielt und die Fotos dann aus Jux zunächst auf ihre private Facebookseite geladen.

Eines Tages nach der Universität hätten sie dann beschlossen, eine eigene Fan-Seite daraus zu machen. Dass diese dann gleich so hohe Wellen schlagen würde, haben sich die drei nicht gedacht. Dass manche aber auf zu dumme Gedanken kommen oder zu gewagte Sprünge ausprobieren könnten, das haben sie sich überlegt und deswegen gleich neben der E-Mailadresse, an die Fans ihre eigenen Bilder senden können, geschrieben: „Verletzt euch aber nicht und viel Glück“.

Der Sicherheitsaspekt ist den drei jungen Männern wichtig, nachdem der Trend des „Planking“ – sich selbst mit dem Gesicht nach unten und Armen angelegt zu fotografieren – in der australischen Stadt Brisbane 2011 ein Todesopfer gefordert hatte. Ein 20-jähriger Mann war damals in den Tod gestürzt, nachdem er den Stunt auf einem Balkon im siebten Stock eines Hochhauses versucht hatte.

Er hatte später dafür den so genannten Darwinpreis erhalten, einen sarkastischen Negativpreis, der seit 1994 an Menschen verliehen wird, die sich versehentlich und auf ziemlich unglückliche und oftmals bizarre Weise selbst töten.

Konkurrenztrend aus Japan

„Pottering“ ist aber nicht der einzige Trend der vergangenen Wochen. Japanische Teenager laden seit kurzem ebenfalls absurde Fotos von sich selbst im Internet hoch. Sie fotografieren sich beim so genannten „Kamehameha-Angriff“, einer Position aus der populären Manga-Animationsserie „Dragon Ball“. (ce)

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