Polizei warnt

Hinterhältige Masche: Trickbetrüger bieten am Telefon Corona-Impfungen an

Ein Mann ruft mit seinem Handy bei der Telefonseelsorge an.
+
Trickbetrüger lassen sich im Zusammenhang mit Corona viele neue Maschen einfallen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen warnt vor Trickbetrügern, die am Telefon einen vermeintlichen Corona-Impfstoff und Hausbesuche anbieten.

Köln/Gelsenkirchen - Es war ein Ausnahmejahr, dessen Ende viele Menschen herbeigesehnt haben. Das Auftreten des Coronavirus löste 2020 eine weltweite Pandemie aus, die auch ein Jahr später noch nicht beendet ist. Zahlreiche Corona-Tote und -Erkrankte bereiteten Wissenschaftlern und der Politik Sorgen, sodass neben Hygieneregeln im Alltag auch temporäre Lockdowns* beschlossen wurden.

Aktuell gilt deutschlandweit ein Lockdown bis zum 10. Januar 2021, der aller Voraussicht nach verlängert wird. Hoffnung macht derzeit die Impfung (*HNA berichtete) gegen das Corona-Virus*. Der Impfstoff könnte schwere Verläufe von Covid-19 verhindern und langfristig das Gesundheitssystem entlasten. In Verbindung mit den Corona-Impfungen treiben jedoch nun auch Trickbetrüger ihr Unwesen. Die Polizei NRW warnt vor den dreisten Betrugsmaschen.

Corona-Impfung: Betrüger wollen mit Masche Geld verdienen

Wie die Polizei Gelsenkirchen am Montag mitteilte, würden derzeit viele Trickbetrüger am Telefon oder an der Haustür ihrer Opfer einen Corona-Impfstoff anbieten. Um den Impfstoff zu verabreichen, geben die Betrüger an, Hausbesuche zu machen. Die Polizei warnt eindringlich davor: „Lassen Sie sich also auf keinen Fall auf ein Gespräch ein.“ Auf diese Weise versuchten die Betrüger, sich Zugang zu den Wohnungen der Menschen zu verschaffen, um sie um ihr Bargeld und ihre Wertgegenstände zu bringen.

Laut eines Berichts von t-online.de hatten zuvor auch vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts bei Senioren angerufen und ihnen Corona-Impfungen angeboten. Das sei eine weitere Betrugsmasche der Trickbetrüger, heißt es. Zudem kam es im Laufe der Pandemie auch öfter zu sogenannten Corona-Schockanrufen*, bei denen die Kriminellen sich als Verwandte ihrer Opfer ausgaben und Geld für eine angeblich teure Corona-Behandlung verlangten. Sie nutzten dabei die Ängste der Menschen vor dem Corona-Virus aus.

Polizei klärt auf: Corona-Impfstoff nicht frei verkäuflich

Die Polizei Wesel erinnert auf ihrer Website daran, dass Corona-Impfstoffe nicht auf dem freien Markt verkäuflich sind. In Nordrhein-Westfalen wird ausschließlich in Impfzentren geimpft, zusätzlich stehen mobile Teams Alten- und Wohnheimen zur Verfügung.

Im Falle eines Anrufes, bei dem Corona-Impfungen angeboten werden, sollte das Telefonat laut Polizei Gelsenkirchen unverzüglich beendet werden. Fremde sowie aufdringliche Unbekannte sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Im Zweifel sollte die Polizei um Hilfe gerufen werden. *HNA ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.