Trotz Kältewelle: Winter war zu warm

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Wir erinnern uns an derartige Bilder, wie hier am Genfer See, wo ein Auto zu einer Art Kristallwagen gefroren war. Auch in Deutschland herrschte zwei Wochen lang Eiseskälte.

Offenbach - Man mag es nicht glauben, aber trotz der wochenlangen Eiseskälte mit sibirischen Temperaturen war der diesjährige Winter in Deutschland insgesamt sogar zu warm.

Trotz wochenlanger Eiseskälte mit sibirischen Temperaturen: Der Winter 2011/2012 war insgesamt zu warm. Die Durchschnittstemperatur der Monate Dezember bis Februar liege um 0,8 Grad über dem langjährigen Mittel, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Dienstag.

Kältewelle: So frieren Deutschland und die Welt

Einmalige Bilder gibt es aus der Schweiz vom Genfer See. © dapd
Der Brunnen vor dem IOC Museum in Lausanne (Schweiz) ist zugefroren. © dapd
Genfer See Eis
Es sieht aus wie Zuckerguss: Am Genfer See in der Schweiz blieb nichts von der dicken Eisschicht verschont. © dapd
Genfer See Eis
Es sieht aus wie Zuckerguss: Am Genfer See in der Schweiz blieb nichts von der dicken Eisschicht verschont. © dapd
Kälte Deutschland Welt
Am Genfer See in der Schweiz sind ganze Autos von einer dicken Eisschicht bedeckt. © dpa
Genfer See Eis
Es sieht aus wie Zuckerguss: Am Genfer See in der Schweiz blieb nichts von der dicken Eisschicht verschont. © dapd
Genfer See Eis
Am Genfer See in der Schweiz sind ganze Autos von einer dicken Eisschicht bedeckt. © dapd
Kälte Deutschland Welt
Auch die Segelboote wurden nicht verschont. © dpa
Kälte Deutschland Welt
So etwas sieht man nicht alle Tage. © dpa
Kälte Deutschland Welt
Das darunter ein echtes Auto steckt, ist kaum zu glauben. © dpa
Auf den Scheiben der Autos in Stralsund liegt  Schnee, während ein Radfahrer sich durch die Flocken kämpft. © dpa
Fußgänger spazieren am Donnerstag durch eine Winterlandschaft im Hafen am Strelasund in Stralsund. © dpa
Fußgänger spazieren am Donnerstag durch eine Winterlandschaft am Strelasund in Stralsund. © dpa
Zwei Langläufer tragen bei schönstem Winterwetter in Willingen ihre Skier zur Loipe. © dpa
Schnee bedeckt bei Hermsdorf im sächsischen Erzgebirge die Landschaft. © AP
Die aufgehende Sonne über der "Gorch Fock I" taucht den Himmel im Hafen von Stralsund in ein warmes Licht. © dpa
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dpa
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dpa
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dpa
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dapd
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dapd
Mitarbeiter der Flughafentechnik Portground enteisen in Dresden auf dem Flughafen bei Temperaturen von minus 15 Grad Celsius eine Boeing 737. © dapd
Zwei Schwäne bewegen sich auf der teils zugefrorenen Spree in Köpenick. © dapd
Eine Möwe klaut in Schwedt einem Schwan der auf dem Eis eines zugefrorenen Seitenarms der Oder sitzt eine Brotkrume. © dapd
Ein Heizlüfter steht im mit Eisblumen bedeckten Schaufenster eines Blumengeschäfts in Weimar und sorgt so für "Durchblick". © dapd
Ein Kegel aus Eis hängt vor dem Schillerhaus in Weimar an einer Schwanenskulptur am Gänsemännchenbrunnen. © dapd
Ein Kegel aus Eis hängt vor dem Schillerhaus in Weimar an einer Schwanenskulptur am Gänsemännchenbrunnen. © dapd
Eisblumen bedecken das Schaufenster eines Blumengeschäfts in Weimar. © dapd
Boote von Ostseefischern liegen auf dem mit Eisschollen bedeckten Alten Strom in Rostock-Warnemünde. © v
Eisschollen treiben auf dem Alten Strom in Rostock-Warnemünde. © dapd
Eisstücke hängen am Pier vom Alten Strom in Rostock-Warnemünde an Festmachseilen von Booten. © dapd
Boote von Ostseefischern liegen auf dem mit Eisschollen bedeckten Alten Strom in Rostock-Warnemünde. © dapd
Boote von Ostseefischern liegen auf dem mit Eisschollen bedeckten Alten Strom in Rostock-Warnemünde. © dapd
Boote von Ostseefischern liegen auf dem mit Eisschollen bedeckten Alten Strom in Rostock-Warnemünde. © dapd
Auch Berlin friert. Das Bild zeigt die Spree. © dpa
Auch Berlin friert. Das Bild zeigt die Spree. © dpa
Auch Berlin friert. Das Bild zeigt die Spree. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. Ein Bild aus dem Tierpark Hellabrunn. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. Ein Bild aus dem Tierpark Hellabrunn. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. Ein Bild aus dem Tierpark Hellabrunn. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. Ein Bild aus dem Tierpark Hellabrunn. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Die Kälte hat auch München im Griff. © dpa
Ein Mann und eine Frau stehen am zugefrorenen Aasee in Münster. © dpa
Ein Mann steht am zugefrorenen Aasee in Münster. © dpa
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Die Hochs „Cooper“ und „Dieter“ hatten Deutschland unter eisiger Kälte aus Nordosten erstarren lassen. Die kälteste Nacht registrierten die DWD-Meteorologen im bayerischen Oberstdorf am 6. Februar mit minus 29,4 Grad. Je nach Region herrschte bis Mitte Februar zwei bis drei Wochen strenger Frost, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden örtlich Kälterekorde unterboten. Davor war es aber deutlich zu warm gewesen. „Nach wenigen Wochen Kälte haben wir vergessen, wie mild es war. Die Statistik rückt das nun zurecht“, sagte Kirsche.

Zweistellige Plusgrade in Sicht

Pünktlich zum Beginn des meteorologischen Frühlings am Donnerstag (1. März) sollten Schnee, Eis und Frost kein Thema mehr sein. Hoch „Eitel“ ist im Anmarsch. Bis zu 17 Grad sagen die DWD-Meteorologen für den Südwesten voraus. Auch sonst wird es deutlich wärmer, schon am Mittwoch klettern die Temperaturen tagsüber auf zweistellige Plusgrade. Nur an den Küsten bleibt es kühler. Allerdings mischt zunächst noch Tief „Wally“ mit einigen Regenwolken mit. Und nach dem sonnigen Donnerstag wird es wieder etwas unbeständiger und nicht mehr so mild.

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Wetter Bauernregeln
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau. Falsch! Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem feuchten Januar und einem trockenen Frühjahr – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade mal bei 50 Prozent. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. Stimmt! Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr schwach. Für den kommenden Sommer hieße das trotzdem: viel Sonne und tropische Temperaturen, denn heuer war’s im Januar weiß und kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Vigilius (31.1.), im Märzen Kälte kommen muss. Volltreffer! Liegen die Temperaturen Ende Januar unter dem Gefrierpunkt, ist es oft auch im März bitterkalt. Heuer gab‘s in München an diesem Tag keinen Frost, der März könnte also mild ausfallen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm. Quatsch! Auch wenn die Wortwahl das Wetter nun sehr anschaulich beschreibt: An dieser Bauernregel ist nix dran. © dpa
Wetter Bauernregeln
Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis. Richtig! Scheint die Sonne Anfang Februar häufiger als normal, ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent im Februar und März frostig und kalt. Das liegt an der sogenannten Erhaltungsneigung des Wetters: Bringt ein Hochdruckgebiet Anfang Februar viel Sonne, bleibt das Wetter oft gleich über mehrere Wochen schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Felix und Petrus (21./22.2.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han. Richtig! In ganz Deutschland stimmt diese Regel in zwei Drittel aller Fälle. Regnet es an diesen Tagen nicht, bleiben auch die kommenden Wochen trocken – gleicher Zusammenhang gilt für die Temperaturen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. Schön wär’s! Auf einen kalten Februar folgt nicht zwangsläufig ein schöner Sommer – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade einmal bei 50 Prozent. Schade eigentlich… © dpa
Wetter Bauernregeln
Im März viel Schnee und Regen bringt wenig Sommersegen. Blödsinn! Untersuchungen zeigen keinen Zusammenhang. Man darf also auch nach einem verschneiten März auf einen Super-Sommer hoffen! © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn es Kunigunden (3.3.) friert, sie’s noch 40 Nächte spürt. Stimmt nur tendenziell! In Süddeutschland trifft diese Regel mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Gertrude (17.3.), der Winter 40 Tage nicht ruht. Stimmt überwiegend! Ist es Mitte März unterdurchschnittlich kalt, bleibt die zweite Märzhälfte zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (21.3.), ist es den ganzen Sommer lang. Stimmt! Entscheidend sind die Tage um diesen Stichtag. Wahr ist, dass es bei wenig Regen in diesen Tagen in sechs von zehn Sommern niederschlagsarm bleibt. Ist es hier zu warm und sonnig, bleiben Juni und Juli zu fast 70 Prozent schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Hält St. Ruprecht (28.3.) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein. Stimmt! Scheint dann die Sonne, ist der Juli mit über 72 Prozent Wahrscheinlichkeit sonniger als normal. Schlechtes Wetter um den 28.3. bringt mit 60-prozentiger Sicherheit auch einen trüben Juli. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein. Stimmt überwiegend nicht! Lediglich im Osten der Republik trifft die Regel in sechs von zehn Jahren zu. Prinzipiell ist aber kaum ein Zusammenhang zwischen April- und Juniwetter nachgewiesen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8.4.), ein dürrer Sommer folgen mag. Stimmt nur für den Süden! Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für einen trockenen Sommer sogar zwischen 70 und 80 Prozent, wenn es Anfang April mindestens doppelt so viel geregnet hat wie üblich. © dpa
Wetter Bauernregeln
Auf einen nassen Mai folgt ein trockener Juni. Stimmt nur für den Süden! Im Großteil Deutschlands folgen auf einen nassen Mai genauso oft feuchte wie trockene Monate, in Ostdeutschland stimmt sogar das Gegenteil. © dpa
Wetter Bauernregeln
Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), sieben Wochen bleiben mag. Stimmt! Diese bekannte Regel trifft vor allem dann zu, wenn man als Datum den 7. Juli hernimmt – das ist nämlich nach der Kalenderreform der wahre Siebenschläfertag. Am meisten trifft die Regel für uns im Süden zu. Dieser Tag ist übrigens der Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus und Lostag für Bauernregeln und hat nichts mit dem Nagetier zu tun. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gießt’s an St. Gallus (16.10.) wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass. Stimmt nicht! Hier besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Wieder einmal trifft die Bauernregel am ehesten für den Süden Deutschlands zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa

Die Niederschlagsbilanz des Winters zeigt gewaltige regionale Unterschieden: Im Durchschnitt aller Messstationen fielen seit Anfang Dezember 249 Liter pro Quadratmeter, das sind 138 Prozent des Winter-Solls. Damit gehört der Winter 2011/12 laut DWD zu den acht nassesten seit 1881. In Freudenstadt im Schwarzwald fielen 687 Liter Schnee oder Regen pro Quadratmeter, in Artern im nördlichen Thüringen nur 80 Liter.

dpa

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