Türkei: Drei Tote bei Selbstmordanschlag

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Der Tatort in Bingol

Istanbul/Berlin - Bei einem Selbstmordanschlag im Osten der Türkei sind am Samstag Medienberichten zufolge mehrere Menschen getötet worden.

Eine Selbstmordattentäterin hat in der vorwiegend von Kurden bewohnten Stadt Bingöl einen Mann und eine Frau mit in den Tod gerissen und 20 weitere verletzt, drei davon schwer, einer sei in einem kritischen Zustand. Das teilte der Provinzgouverneur Mustafa Hakan Güvencer am Samstag mit.

Die Explosion ereignete sich in der Mittagszeit unweit des örtlichen Parteibüros der islamisch-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Innenminister Idris Naim Sahin sagte auf Fragen von Journalisten, der Anschlag habe nicht direkt mit der AKP zu tun.

Die Türkei feiert am (heutigen) Samstag den 88. Jahrestag der Gründung der Republik. Kurdische Separatisten verübten in der Region zuletzt wiederholt Selbstmordanschläge. Vor zehn Tagen begannen türkische Regierungskräfte mit einer Großoffensive gegen kurdische Rebellen in ihren Rückzugsgebieten im Nordirak. Zuvor griffen kurdische Kämpfer Einrichtungen der türkischen Streitkräfte und Polizei an, wobei 24 Soldaten getötet wurden. Seit 1984 hat der Konflikt zwischen militanten Kurden und der türkischen Zentralregierung zehntausenden Menschen das Leben gekostet.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

dpa/dapd

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