Typische Trauerphasen: Gefühle, die Angehörige durchleben

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Die Trauer um einen nahen Angehörigen kann bis zu zwei Jahre dauern. Ein solch existenzieller Verlust kann körperliche und psychische Folgen haben. Foto: Kai Remmers

Stirbt ein Mensch, ist das für die Angehörigen oft genug eine Tragödie. Und wie geht man damit um? Grundsätzlich verläuft Trauer laut Experten wohl in vier Phasen.

München (dpa/tmn) - Trauer empfindet jeder Mensch sehr individuell. Nichtsdestotrotz gibt es vier typische Phasen, die im Prinzip jeder innerhalb der ein bis zwei Jahre dauernden Trauer durchlebt.

Wie diese verlaufen, erläutert Prof. Peter Falkai von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Phase 1 - Schock: Der Betroffene verleugnet den Verlust, meint, dass ihm so etwas nicht passieren kann und geht davon aus, dass solche Erlebnisse andere, aber nicht ihn selbst treffen können.

Phase 2 - depressiver Einbruch: Man grübelt, ist sehr schlechter Stimmung, hat wenig Antrieb und möchte am liebsten im Bett bleiben und in Ruhe gelassen werden.

Phase 3 - Auseinandersetzung: Eine turbulente Phase, in der es dem Betroffenen mal besser und mal schlechter geht: Mal schmerzt der Verlust, aber man akzeptiert ihn, mal ist man verzweifelt und wütend.

Phase 4 - Ausgleich: In dieser Phase nimmt man das Geschehene an, akzeptiert es und kommt langsam zurück zur Normalität.

Die Grenzen zwischen den Phasen sind fließend, wie Falkai betont. Enge Freunde oder Verwandte können seiner Ansicht nach am besten helfen, wenn sie dem Trauernden zwar zur Verfügung stehen, sich aber nicht aufdrängen. "Im Idealfall sollte man ein klares Angebot machen, aber auch Ablehnung ermöglichen."

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