Großeinsatz

43 Verletzte bei Brand in Hamburger Pflegeheim

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Rettungssanitäter bei der Evakuierung des Altenheims in Hamburg. Foto: Bodo Marks

Hamburg - Dichter Rauch im Gebäude, der Feuerwehr schlagen Lichtbögen entgegen: Bei einem Brand in einem Hamburger Altenheim werden 43 Bewohner leicht verletzt. 89 weitere Bewohner müssen eine Nacht in einer Turnhalle schlafen. Jetzt kehren die ersten Menschen wieder zurück.

Bei einem Brand in einem Hamburger Alten- und Pflegeheim im Stadtteil Steilshoop sind 43 Bewohner leicht verletzt worden. Sie kamen mit Rauchvergiftungen oder einem Schock in ein Krankenhaus. 89 weitere Menschen konnten am Freitagabend aus dem verqualmten Gebäude gerettet werden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. Sie wurden in einer nahe gelegenen Schule untergebracht und übernachteten dort in einer Turnhalle. Die Brandursache war zunächst unklar.

Am Samstagnachmittag kehrten die ersten Bewohner in ihre Wohnungen in dem sechsgeschossigen Heim zurück. Ein Gutachter hatte zuvor Teile des Gebäudes freigegeben, erklärte der Sprecher. „Nur der mittlere Teil des Heims war von dem Brand betroffen.“ Die Befürchtung, dass das gesamte Gebäude unbewohnbar sei, habe sich nicht bestätigt.

Der Rücktransport lief nach Darstellung der Feuerwehr vorsichtig ab: „Es sind alte und pflegebedürftige Leute. Für die ist das sehr belastend.“ Für die Bewohner, die zunächst nicht in das Heim zurückkonnten, stellte das Bezirksamt den Angaben zufolge eine Ersatzunterkunft zur Verfügung. Andere sollten bei Verwandten unterkommen, hieß es. Die Verletzten seien wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagte Heimleiterin Dorothea Martin dem Radiosender NDR 90,3.

Mehr als 200 Feuerwehrleute waren am Samstag bis in die Morgenstunden im Einsatz. Für die Rettungskräfte war es schwierig, den Brand zu bekämpfen: „Neben den Kellerverschlägen aus Holz brannte auch der Elektroverteilerkasten mit dem Hausanschluss, weshalb unseren Feuerwehrleuten immer wieder Lichtbögen entgegenschlugen, als sie mit Wasser löschten“, erklärte der Feuerwehrsprecher. Erst als das Heim schließlich vom Stromnetz getrennt wurde, konnten die Einsatzkräfte das Feuer gefahrlos löschen. Da der Stromanschluss selbst in Flammen stand, habe man nicht einfach die Sicherung herausdrehen können.

Bei dem Brand waren dichte Rauchschwaden durch das Heim gezogen. Am Samstagvormittag wurde daher zunächst gelüftet. Ermittler begannen nach Polizeiangaben zudem damit, die Brandursache zu untersuchen.

dpa

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