Kölner Polizei

Silvester-Verdächtige bekommen Zutrittsverbote für Karneval

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An Silvester war die Situation in Köln eskaliert - danach war die Polizeipräsenz am Domplatz hoch. 

Köln - Konsequenz aus den Übergriffen von Silvester: Durch Zutrittsverbote will die Kölner Polizei Tatverdächtige aus der Nacht von Karnevalsfeiern fernhalten.

Die Kölner Polizei will mit Zutrittsverboten Tatverdächtige aus der Silvesternacht von Karnevalsfeiern fernhalten. Es seien bereits sogenannte Bereichsbetretungsverbote verschickt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zuvor hatten Bild und Focus Online darüber berichtet. Die Verbote betreffen einzelne Straßen und Plätze, die an Karneval viele Menschen anziehen - etwa Altstadt, Dom oder Hauptbahnhof. Die Beamten wollen sie gegen Menschen aussprechen, die ihnen zuletzt negativ aufgefallen seien - etwa im vorangegangenen Karneval. Zu der Gruppe gehörten aber auch Tatverdächtige aus der Silvesternacht, sagte der Sprecher.

Der mittlerweile nicht mehr amtierende Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers hatte derartige Verbote bereits kurz nach den Übergriffen angekündigt. Wie viele Verbote verschickt werden sollen, gab die Polizei zunächst bekannt. Die Betroffenen könnten gegen sie rechtlich vorgehen, sagte der Polizeisprecher.

Zu den Maßnahmen vor Karneval gehören nach Polizeiangaben zudem sogenannte Gefährderansprachen. Damit werde bestimmten Personen klar gemacht, dass die Polizei sie im Auge habe. In der Silvesternacht sollen Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt haben. Unter den Verdächtigen waren auch Asylbewerber. Inzwischen wird laut Kölner Staatsanwaltschaft gegen 35 Beschuldigte ermittelt. Dabei handele es sich überwiegend um Nordafrikaner.

dpa

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