Hunde-Überschuss im Tierheim

Überraschung zu Weihnachten: 45 Chihuahuas auf einen Streich

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Jetzt im Tierheim: Einer der Chihuahuas.

Sydney. Nicht 101 Dalmatiner wie im Film, sondern 45 Chihuahuas fielen einem australischen Tierheim kurz vor Weihnachten in den Schoß. Ein älteres Ehepaar rief das Tierheim im tasmanischen Hobart bereits vergangenen Dienstag an und sagte, es könne nicht mehr länger für seine Hunde sorgen.

Eine halbe Stunde später stand das Paar vor der Tür des Tierheimes und gab nicht einen, sondern gleich 45 Chihuahuas ab.

Elf davon sind Welpen und mindestens drei Hündinnen sind trächtig, so dass das Tierheim damit rechnen kann, bald mehr als 50 Chihuahuas zu haben. „Wir waren bis über die Ohren in Chihuahuas“, scherzte die Leiterin des lokalen Tierschutzverbandes Alison Ball in einem Interview mit dem australischen Sender ABC. Da etliche Tierfreunde auf der Facebook-Seite des Verbandes Bedenken äußerten, die Tiere könnten von einer der oftmals berüchtigten Welpen-Farmen stammen, betonte Alison Ball, dass dies definitiv nicht der Fall gewesen sei. „Es war keine Welpen-Farm – es war nur ein Ehepaar, das Chihuahuas liebte“, sagte die Tierschützerin. „Sie wurden nicht für kommerzielle Zwecke verkauft oder irgendetwas Ähnliches.“ In so genannten Welpen-Farmen werden Hunde unter oftmals grausamen Bedingungen gezüchtet, um schnellen Profit mit den Tieren zu machen.

Glück im Unglück hatte das Tierheim jedoch, da sich die australischen Medien und sozialen Netzwerke am Wochenende vor Weihnachten auf die herzerweichende Geschichte stürzten. Hunderte Interessenten meldeten sich daraufhin telefonisch bei dem Tierheim und auf dessen Facebook-Seite. Eine Zoohandlung stiftete Halsbänder für die Tiere, die unter Hundeliebhabern als freundlich und lebhaft gelten und sich als die kleinste Hunderasse der Welt gut als Haustiere halten lassen. Zuvor hatten die Tierschützer schon mit mehreren tausend Dollar an Kosten gerechnet, um längerfristig für die Tiere sorgen zu können.

Fast alle Interessenten wollen die Hunde am liebsten noch vor Weihnachten adoptieren. „Im Moment lassen wir sie noch für ein paar Tage ausruhen, sie müssen sich entspannen und Vertrauen fassen“, sagte Alison Ball der lokalen Tageszeitung „The Mercury“. Doch nach einer Gesundheitsprüfung würden die ersten Chihuahuas noch in der Weihnachtswoche von Familien adoptiert werden können. Und damit hat der „Tier-Rekord“ im Tierheim auch etwas Gutes: Er dürfte den Traum etlicher Kinder erfüllen, die einen Hundewelpen ganz oben auf ihrer Wunschliste für den Weihnachtsmann haben. (yeu)

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