1. Startseite
  2. Welt

Angriffe auf Charkiw: Ukrainischer Zoo muss Tiere wohl einschläfern

Erstellt:

Von: Sophia Lother

Kommentare

Eine Wippe steht in einem leeren Kindergarten vor einem nach russischem Beschuss völlig zerstörten Gebäude in Charkiw (Ukraine).
Durch den russischen Beschuss sind viele Teile von Charkiw stark zerstört. © Aziz Karimov/dpa

Nach Angriffen wird ein Zoo in der Ukraine massiv beschädigt. Das hat für die Tiere in Charkiw verheerende Auswirkungen.

Kiew – Ein privater Tierpark nahe der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw ist nach heftigen Gefechten im Ukraine-Konflikt* so schwer zerstört worden, dass viele Tiere wohl eingeschläfert werden müssen. Die Gehege und die gesamte Infrastruktur seien von Artillerie und Luftwaffe getroffen worden, sagte der Gründer des Zoos, Alexander Feldman, am Dienstag in einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft. Es gebe keine Möglichkeit, die Tiere abzutransportieren und so zu retten.

Feldman nannte es ein „Wunder“, dass Tiger, Löwen und Bären bislang am Leben geblieben seien. Ihre Käfige drohten aber jeden Augenblick einzustürzen und die Raubtiere damit auszubrechen. „Vielleicht können wir die kleinen Jaguare und Panther retten, aber die erwachsenen Tiere müssen wir wohl alle töten“, sagte Feldman. Der Feldman Ökopark ist ein seit 2013 bestehender 140 Hektar großer Landschaftspark in der Ostukraine. Rund 2000 Tiere sind in dem Park untergebracht.

Ukraine-Krieg: Zoo in Charkiw muss nach Angriffen offenbar Tiere einschläfern

Am 24. Februar hatte Russland seinen international verurteilten Krieg gegen die Ukraine gestartet. Das Gebiet Charkiw – direkt an der Grenze zu Russland gelegen – war eines der ersten Angriffsziele. Die Kämpfe um die zweitgrößte Stadt der Ukraine wurden mit besonderer Härte und dem Einsatz von Luftwaffe und Artillerie geführt. Große Teile der Stadt sind verwüstet, es gibt Opfer unter der Zivilbevölkerung.

Aufgrund des Ukraine-Kriegs mussten viele Tiere aus dem Kiewer Zoo nach Polen umziehen. Der Transport erfolgte unter schwierigen Bedingungen. (slo/dpa)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion