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Ukraine-Krieg: Junge flieht allein in die Slowakei – nur mit einer Plastiktüte

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Von: Tanja Koch

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Auch in Berlin kommen Kinder an, die vor dem Ukraine-Krieg geflohen sind. Freiwillige Helfer kümmern sich um sie.
Auch in Berlin kommen Kinder an, die vor dem Ukraine-Krieg geflohen sind. Freiwillige Helfer kümmern sich um sie. © Paul Zinken/dpa

Auch Minderjährige begeben sich auf die Flucht vor dem Ukraine-Krieg. In der Slowakei kam nun ein Elfjähriger an, der die Grenze ganz alleine überquert hat.

Bratislava – Ein elfjähriger Junge ist aufgrund des Ukraine-Konflikts* ganz allein in die Slowakei geflohen. Ausgerüstet war er lediglich mit einer Plastiktüte, seinem Reisepass und einer Telefonnummer, die man ihm auf die Hand geschrieben hatte. Ehrenamtliche Helfer nahmen den Jungen in Empfang und kontaktierten seine Verwandten in der Slowakei. Diese hätten ihn inzwischen abgeholt und in die Hauptstadt Bratislava gebracht.

Die slowakische Polizei teilte auf Facebook mit, der Elfjährige habe „mit seinem Lächeln, seiner Furchtlosigkeit und Entschlossenheit, die eines echten Helden würdig sind, die Herzen aller gewonnen“.

Ukraine-Krieg: Auch in Deutschland kommen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge an

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte die slowakische Polizeisprecherin Denisa Bardyova am Sonntag (06.03.2022): „Er kam aus Saporischschja, seine Eltern mussten in der Ukraine bleiben.“ Da sein Vater wie alle Männer im wehrfähigen Alter die Ukraine aufgrund des Kriegs nicht verlassen dürfen und seine Mutter deren eigene behinderte Mutter pflegt, hatte die Familie den Jungen am Samstag (05.03.2022) in einen Zug gesetzt. Sie bedankte sich via Facebook-Post in einem Videoclip bei den slowakischen Freiwilligen für deren „großes Herz“.

Auch in Deutschland kommen immer wieder unbegleitete Minderjährige an, die vor dem Ukraine-Krieg fliehen – etwa ein ganzer Bus vor wenigen Tagen. Laut BR hat sich das Jugendamt um die Kinder gekümmert. Hilfskräfte in Berlin bauen derzeit die Kapazitäten für unbegleitete Kinder auf der Flucht aus, wie RBB berichtet.

Ukraine-Krieg in Saporischschja: Russland besetzt Kernkraftwerk

Die russische Armee hält seit Freitag das Atomkraftwerk Saporischschja besetzt. In der Nacht zuvor hatten Truppen das Atomkraftwerk beschossen. Ukrainischen Angaben zufolge hatte sie dadurch ein Brand im Atomkraftwerk Saporischschja entwickelt, der aber wieder gelöscht werden konnte. Die Reaktorblöcke waren von dem Brand nicht betroffen und sind offenbar unversehrt.

Die ukrainischen Behörden baten die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) um unmittelbare Hilfe. Diese erklärte, zwei Sicherheitskräfte des AKW seien verletzt worden. Laut der staatlichen ukrainischen Betreibergesellschaft Energoatom sprach von drei getöteten ukrainischen Soldaten und zwei Verletzten. Moskau bestreitet den Beschuss und macht ukrainische „Saboteure“ dafür verantwortlich. Im Westen hingegen stellt sich immer mehr die Frage, wie weit Putin im Ukraine-Krieg noch gehen wird. (tk mit AFP) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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