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Russischer Propaganda-Clip zum Ukraine-Krieg sorgt für Spott – sogar im eigenen Land

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Propaganda zum Ukraine-Krieg: Schafe mit einem aufgemalten Z in einem PR-Video der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus.
Schafe mit einem aufgemalten Z in einem PR-Video der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus © Screenshot: Twitter: @francis_scarr

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Einprägen dürften sich daher eine Herde Schafe, eingesetzt zur Propaganda im Ukraine-Krieg.

Machatschkala - Würden Schafe den Ukraine-Krieg befürworten? Eine Teilrepublik Russlands hat ein fragwürdiges PR-Video herausgebracht. In ihm sind Schafe mit einem aufgemalten „Z“ - dem Symbol der Kriegsbefürworter - zu sehen.

Der Clip des Landwirtschaftsministeriums von Dagestan im Kaukasus erschien laut Presseberichten am 21. Juni auf dem Telegram-Kanal des Ministeriums, wurde aber nach dem medialen Echo wieder gelöscht. Das meldet unter anderem die Nachrichtenagentur dpa.

Schafe für den Ukraine-Krieg? „Russische Gesetze erlauben uns keinen Witz“

Zu sehen ist eine Schafsherde bei der Überführung von einer Weide auf die andere. Allen Schafen ist ein schwarzes Z auf das Fell gemalt. Das Internetmedium Baza, wo das Video nach der Löschung beim Ministerium weiterhin zu sehen ist, kommentierte die unglückliche Wahl von Schafen als Werbeträger für den Krieg ironisch: „Die russischen Gesetze erlauben es uns nicht, einen Witz zu diesem Video auszudenken.“

Auch der BBC-Journalist Francis Starr hat das Video getwittert:

Russland-Teilrepublik Dagestan verliert im Ukraine-Krieg viele Soldaten

Die meisten der beim Militärgeschehen in der Ukraine getöteten russischen Soldaten stammen laut landesweiter Statistik aus Dagestan. Die regionale Führung hat den Tod von rund 150 Dagestanern beim Kriegseinsatz bestätigt. Inoffiziell dürften die Zahlen deutlich höher liegen.

Russland hat zuletzt Ende März Angaben zu seinen eigenen Verlusten gemacht. Damals nannte das Verteidigungsministerium die Zahl von 1351 Toten. Die Regierung in Kiew spricht inzwischen von über 30.000 russischen Soldaten, die gefallen seien. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen. (dpa/frs)

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