Niemand kann sie abholen

700 km umher geirrt: Rentner sitzen in Bayern fest

Aschaffenburg - 700 Kilometer fuhren sie durch Deutschland, dabei wollten sie doch nur zum Einkaufen. Das in Aschaffenburg aufgegriffene Rentnerpaar sitzt nun in Bayern fest. Bisher konnte es niemand abholen.

Ein offenbar verwirrtes Rentnerpaar aus Neubrandenburg, das sich bei einer Autofahrt rund 700 Kilometer bis nach Bayern verirrt hat, wird sich dort erst einmal einige Tage erholen. Das teilten das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg und das zuständige Krankenhaus am Montag mit. Wegen ihres gesundheitlichen Zustandes, sie wurden als verwirrt und desorientiert beschrieben, war das Paar in eine Klinik gebracht worden. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte fühlt sich das Paar dort sehr wohl. Zusammen mit den Behörden solle erst in den nächsten Tage entschieden werden, wie es weitergehe.

Der 75-jährige Fahrer und seine 77 Jahre alte Frau waren am Freitag in Mecklenburg gestartet und wurden erst am Samstag und nur durch Zufall im Landkreis Aschaffenburg von der Autobahnpolizei gestoppt. Der Fahrer hatte an einer Tankstelle die Tankrechnung nicht bezahlt; deshalb hatten die Betreiber die Polizei gerufen. Laut Polizei hatten die Neubrandenburger eigentlich nur Einkaufen fahren wollen und nur noch 15 Euro Bargeld dabei.

In Bayern heißt es nun erstmal in der Klinik ausruhen. „Hier können sie sich in Ruhe von ihrem erschöpften Zustand erholen und sich bei fränkischer Hausmannskost stärken“, sagte der Polizeisprecher. Leider seien die Angehörigen nicht in der Lage, die beiden und ihren Wagen zurückzuholen. Dass das Paar selbstständig nach Mecklenburg-Vorpommern zurückfahre, sei ausgeschlossen. Durch die Gesundheitsbehörden werde nun auch geprüft, ob die Senioren wieder dauerhaft in ihre bisherige Wohnung zurückkehren könnten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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