Zum vierten Jahrestag

Umstrittene Ausstellung zu Breivik-Attentaten eröffnet

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Die Überreste des Autos, in dem Breivik die Bombe vor dem Regierungsgebäude in Oslo gezündet hatte, sind ein Teil der Ausstellung zum vierten Jahrestag der Anschläge.

Oslo - 77 Menschen starben vor vier Jahren bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Eine jetzt eröffnete Ausstellung zu den schrecklichen Geschehnissen in Oslo ruft viele Kritiker auf den Plan.

Das Informationszentrum solle "das Wissen verbreiten, wie wir Hass, Gewalt und Terrorismus vorbeugen", sagte die ganz in schwarz gekleidete Ministerpräsidentin Erna Solberg vor rund 200 Anwesenden. Solberg gedachte der Opfer des Massenmörders und sagte: „Sie werden nicht vergessen, wir erinnern uns in Liebe an sie." Der Tag werde immer ein dunkler Tag in der norwegischen Geschichte bleiben, sagte Solberg.

Die Ausstellung befindet sich im Untergeschoss des Regierungskomplexes, vor dem Breivik eine Autobombe gezündet hatte. Dabei starben acht Menschen, später tötete er 69 Mitglieder der Jugendorganisation der Arbeiterpartei, die sich zu einem Sommerlager auf der Insel Utöya bei Oslo aufhielten. Die meisten waren jünger als 20 Jahre. Auf Utøya wollen am späten Nachmittag Angehörige der Toten gemeinsam des Terror-Aktes gedenken und eine Gedenkstätte für die Opfer von Breiviks Taten eröffnen. 

Die Ereignisse des 22. Juli 2011 blieben für die Überlebenden eine "klaffende Wunde", räumte der Minister für Gebietskörperschaften und Staatsreform, Jan Tore Sanner, vor der Eröffnung ein. "Aber wir müssen diese schmerzhafte Seite unserer Geschichte überwinden." Die Gedenkfeiern zum vierten Jahrestag der Anschläge hatten in Oslo mit einer Schweigeminute begonnen.

Gegenstände aus dem Besitz des Massenmörders werden ebenfalls in Oslo ausgestellt.

Das Vorhaben hatte bereits im Vorfeld der Eröffnung heftige Debatten ausgelöst. Kritiker fürchten, die Ausstellung könne zu einer Pilgerstätte für Rechtsextreme werden. Zu den Ausstellungsstücken gehören Trümmerteile eines in die Luft gejagten Autos, eine Uniform und ein gefälschter Ausweis, mit dem Breivik sich als Polizist ausgegeben hatte. "Ein Breivik-Museum im Regierungsviertel? - Nein, danke!", twitterte John Christian Elden, einer der Anwälte der Nebenkläger in dem Prozess, in dem Breivik zu einer Haftstrafe von mindestens 21 Jahren verurteilt worden war.

In seinem Prozess bezeichnete der heute 36-jährige Breivik seine Taten als "notwendig" und beharrte auf seinem rechtsextremen Gedankengut.

Norweger gedenken der Opfer der Breivik-Anschläge

Eine Rose treibt wenige Tage nach dem Massaker vor der Insel Utøya. Foto: Jörg Carstensen/Archiv
Eine Rose treibt wenige Tage nach dem Massaker vor der Insel Utøya. Foto: Jörg Carstensen/Archiv © Jörg Carstensen
Kränze sind gegenüber der Insel Utøya aufgestellt. Norwegen gedenkt am vierten Jahrestag der Breivik-Anschläge der Opfer. Foto: Aleksander Andersen/Archiv
Kränze sind gegenüber der Insel Utøya aufgestellt. Norwegen gedenkt am vierten Jahrestag der Breivik-Anschläge der Opfer. Foto: Aleksander Andersen/Archiv © Aleksander Andersen
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Kronprinzessin Mette-Marit nimmt am Gedenkgottesdienst in der Kathedrale von Oslo teil © dpa
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nahm ebenfalls beim Gedenkgottesdienst in Oslo teil.  © dpa
Kronprinzessin Mette-Marit nimmt am Gedenkgottesdienst in der Kathedrale von Oslo teil © dpa
Kronprinzessin Mette-Marit nimmt am Gedenkgottesdienst in der Kathedrale von Oslo teil. © dpa
Norwegens Premierministerin Erna Solberg legt einen Kranz in der Nähe des Regierungsgebäudes nieder, das bei den Attentaten 2011 in Oslo beschädigt wurde. © dpa
Norwegens Premierministerin Erna Solberg legt einen Kranz in der Nähe des Regierungsgebäudes nieder, das bei den Attentaten 2011 in Oslo beschädigt wurde. © dpa
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © AFP
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Vor vier Jahren starben 77 Menschen auf der norwegischen Insel Utoya bei den Attentaten des Rechtsextremen Anders Behring Breivik. Heute findet in Oslo eine Trauerfeier statt und eine umstrittene Ausstellung zu den Breivik-Attentaten wird eröffnet. © dpa
Der Tag des Massakers auf der Insel Utøya: Das Foto aus einem Polizei-Helikopter zeigt Anders Breivik inmitten seiner Opfer. Foto: Marius Arnesen/Archiv
Der Tag des Massakers auf der Insel Utøya: Das Foto aus einem Polizei-Helikopter zeigt Anders Breivik inmitten seiner Opfer. Foto: Marius Arnesen/Archiv © Marius Arnesen
Eines der Regierungsgebäude in Oslo, die Anders Breivik mit Bomben attackiert hatte, wird im Dezember 2014 abgerissen. Foto: Cornelius Poppe/Archiv
Eines der Regierungsgebäude in Oslo, die Anders Breivik mit Bomben attackiert hatte, wird im Dezember 2014 abgerissen. Foto: Cornelius Poppe/Archiv © Cornelius Poppe
Vor dem Massaker auf der Insel Utøya hatte Anders Breivik Bomben in Oslo gezündet. Foto: Thomas Winje Oeijord/Archiv
Vor dem Massaker auf der Insel Utøya hatte Anders Breivik Bomben in Oslo gezündet. Foto: Thomas Winje Oeijord/Archiv © Thomas Winje Oeijord

AFP/dpa

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