Umstrittener Vorstoß zur Rettung der Wale

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Buckelwal vor der Küste Ecuadors.

Wellington - Die Internationale Walfangkommission (IWC) will die Jagd auf die Meeressäuger mit einem umstrittenen Vorstoß eindämmen. Die Jagd soll teilweise erlaubt werden.

Nach Angaben des IWC-Mitglieds George Palmer erwägt die Kommission eine explizite Zulassung der Tötung einer begrenzten Anzahl von Walen, um deren ausufernde Jagd zu Forschungszwecken unter Kontrolle zu bringen. Der kommerzielle Walfang solle aber verboten bleiben, sagte Palmer, der in der IWC die neuseeländische Regierung vertritt.

Das seit 1986 geltende Verbot des kommerziellen Walfangs wird durch die Jagd zu Forschungszwecken unterlaufen. Allein die Forschungsflotte Japans erlegt jedes Jahr hunderte Wale. Weltweit hat sich die Zahl der getöteten Tiere von 300 im Jahr 1993 auf zuletzt rund 3.000 verzehnfacht.

Die IWC will nach Angaben Palmers deshalb verbindliche Obergrenzen für die Tötung von Walen zu Forschungszwecken festlegen. Bei Tierschützern stößt dieses Vorhaben aber auf scharfe Kritik. Mit den Obergrenzen würde die Tötung von Walen indirekt abgesegnet, kritisierten die australischen Grünen. Auch die Tierschutzorganisation Humane Society International warf der IWC vor, vor Japan einzuknicken.

DAPD

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