Vorfall in Berlin

Flucht vor Messer-Mann führt zu Unfall auf U-Bahn-Treppe

Berlin - Erneut ist es in der Berliner U-Bahn zu einem Zwischenfall gekommen. Zunächst sah es aus, als wäre ein Mann von Unbekannten die Treppe hinunter gestoßen worden. Dann gab es neue Erkenntnisse.

Update vom 08.02./ 16.42 Uhr: 

Im vermeintlichen neuen Fall roher Gewalt in der Berliner U-Bahn haben Ermittlungen der Polizei zu neuen Erkenntnissen geführt. Der am Dienstagabend eine Treppe im U-Bahnhof Boddinstraße hinab gestürzte Mann sei nicht absichtlich gestoßen worden, teilte die Polizei am Mittwoch nach Auswertung von Videoaufzeichnungen mit. Demnach wurde der 62-Jährige versehentlich von zwei Männern angerempelt, die zu dem Zeitpunkt selbst auf der Flucht waren.

Nach Polizeiangaben flohen die beiden Männer vor einem Dritten, der mutmaßlich mit einem Messer bewaffnet gewesen sei. Die Hintergründe der Verfolgungsjagd wurden noch ermittelt. Der gestürzte 62-Jährige habe keine schweren Verletzungen davon getragen, teilte die Polizei weiter mit. Am Morgen war die Polizei unter Berufung auf Zeugen noch davon ausgegangen, der Verletzte sei absichtlich die Treppe in dem U-Bahnhof im Bezirk Neukölln hinunter geschubst worden.

Das war passiert

Wieder ist ein Passant in einem Berliner U-Bahnhof unvermittelt angegriffen worden. Ein Unbekannter schubste einen 62-Jährigen am Dienstagabend eine Treppe hinunter. Der Mann stürzte die Stufen am Bahnhof Boddinstraße im Stadtteil Neukölln hinab und liegt nun verletzt im Krankenhaus, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zeugen berichteten demnach, dass zwei Männer an dem 62-Jährigen vorbeigerannt seien - einer habe den Passanten geschubst. Dann entkamen die beiden.

Welche Art von Verletzungen sich der Mann zuzog, war der Polizei zunächst nicht bekannt. Ob es Video-Aufnahmen von dem Vorfall gibt, wird nach Angaben einer Sprecherin noch ermittelt.

Immer wieder gewaltsame Zwischenfälle in Berlin

Zuletzt war eine ganze Reihe von Angriffen aus der Berliner U-Bahn publik geworden. Betroffen war häufig - wie auch jetzt - die Linie U8 in den Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln. Erst am vergangenen Wochenende wurde ein Mann mit Pfefferspray attackiert, nachdem er Jugendliche gebeten hatte, ihre Musik leiser zu stellen.

Ende vergangenen Jahres hatte der Tritt in den Rücken einer jungen Frau bundesweit Empörung ausgelöst.Der mutmaßliche Täter war im Dezember geschnappt worden. Der Tritt war von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden. Zudem hatten Ende Dezember Jugendliche in einem U-Bahnhof einen Obdachlosen angezündet.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa

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