HNA-Kommentar

Unendliche Weiten  - Peter Klebe über den Kometen Ison

Es ist ein besonderer Gast, der sich zur Adventszeit am Himmel ankündigt. Der Komet Ison ist aus den eisigen Randbezirken unseres Sonnensystems im Anflug auf die Sonne. Der hell leuchtende Komet ist wahrscheinlich von der Erde aus zu sehen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Klebe.

HNA-Redakteur Peter Klebe, E-Mail: kle@hna.de

Es sind Zahlen, die uns klein werden lassen und ins Grübeln bringen. Komet Ison rast in einer Entfernung von 1,1 Millionen Kilometern an der Sonne vorbei, ein Kometenschweif ist 100 Millionen Kilometer lang, in unserem Sonnensystem gibt es Bereiche mit Milliarden Kometenkernen. Diese zumindest für Laien unvorstellbaren Größenordnungen sind es, die die oft unerklärliche Faszination Weltall ausmachen.

Denn nüchtern und rein sachlich betrachtet geschieht nicht wirklich viel in den nächsten Tagen. Wir sehen mit Glück in den Morgenstunden einen hell leuchtenden Himmelskörper. Na und? Muss uns das Weltall interessieren angesichts der immensen Probleme auf der Erde? Hunger, Armut, Überbevölkerung, unheilbare Krankheiten, Krieg es gibt viel zu tun.

Und doch hat der Forschergeist des Menschen zu allen Zeiten geholfen, Unbekanntes zu entdecken und sich dafür zu begeistern. Wann und wie entstand das Universum, ist es endlich, sind wir allein oder gibt es irgendwo intelligentes Leben? Diese Fragen beflügeln die Wissenschaft und haben zu Recht einen festen Platz in unseren Köpfen. Komet Ison wird uns nicht helfen, die Kernfragen des Universums zu beantworten. Aber er schärft das Bewusstsein für größere Welten. Solche Himmelsschauspiele sind angetan, von unseren irdischen Problemen abzulenken. Das tut auch mal gut.

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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