Scheinbar unbedenkliche Zeilen

Ungeheuerlich: Darum wurde ein Journalist in Simbabwe festgenommen 

+
Grace Mugabe hält bei einer Veranstaltung in Bulawayo eine flammende Rede. 

Der simbabwische Journalist Kenneth Nyangani berichtete über die First Lady Grace Mugabe - und wurde dafür prompt inhaftiert. 

Harare - Simbabwes First Lady Grace Mugabe soll Anhängern gebrauchte Kleider wie Nachthemden und Unterwäsche geschenkt haben. Das schrieb der simbabwische Journalist Kenneth Nyangani der Zeitung „Newsday“ - und wurde dafür sogleich festgenommen. Ihm werde Verleumdung vorgeworfen, erklärte die Organisation Anwälte für Menschenrechte am Dienstag, die den Journalisten vertritt. 

Mugabe träumt davon, ihre Macht schon bald auszubauen

Grace Mugabe (52) macht sich Hoffnung, das politische Erbe ihres 93-jährigen Gatten Robert anzutreten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte Nyanganis Festnahme als „gezielte Taktik, ihn und andere Journalisten zu belästigen und einzuschüchtern, um sie davon abzuhalten, ihre Arbeit zu tun.“ Er müsse sofort und bedingungslos freigelassen werden, fordert Amnesty.

Nyanganis Artikel zufolge ließ die First Lady - bekannt für ihre extravaganten Einkaufstouren im Ausland - die gebrauchten Kleider im östlichen Mutare von einem Abgeordneten an Anhänger der Regierungspartei Zanu-PF verteilen. Das Verteilen von T-Shirts ist zum Beispiel bei politischen Kundgebungen durchaus üblich - aber nur von Neuware.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.