Forscher nennen Details

Unglaubliche Entdeckung auf dem Meeresgrund - Taucher finden Goldschatz

In der Bucht von Portitxol in Spanien haben Taucher einen Goldschatz gefunden.
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In der Bucht von Portitxol in Spanien haben Taucher einen Goldschatz gefunden.

Im Urlaub in Spanien finden zwei Amateurtaucher einen echten Goldschatz: Der unglaubliche Fund stammt aus dem 4. oder 5. Jahrhundert.

Alicante – Vor der Küsten von Spanien haben Amateurtaucher eine unglaubliche Entdeckung gemacht. Luis Lens und César Gimeno wollten eigentlich nur die Unterwasserlandschaft genießen und Müll aus dem Meer entfernen, doch beim Schnorcheln und Tauchen entdeckten sie in diesem Jahr einen echten Schatz.

Beide Männer verbringen jedes Jahr ihren Familienurlaub in Xàbia, einem beliebten Ferienort an der spanischen Mittelmeerküste. Dort nutzen sie ihre Zeit oft zum Schnorcheln und Freitauchen. Ihre technische Ausrüstung besteht aus „Badehose, Maske, Schnorchel und Flossen“, wie Lens der spanischen Zeitung El Pais sagte.

Taucher finden versteckten Schatz: Goldmünzen aus dem Römischen Reich entdeckt

Auch am 23. August 2021 gingen Lens und Gimeno in der Bucht von Portitxol tauchen. In etwa sieben Metern Tiefe sahen sie dann etwas auf einem Felsen aufleuchten. Zunächst dachte Lens, er hätte eine 10-Cent-Münze gefunden. Doch was die beiden Amateurtaucher entdeckten, entpuppte sich als echter Goldschatz.

Auf dem glänzenden Objekt bemerkten die beiden Männer eine Inschrift mit einem antiken griechischen oder römischen Gesicht und vermuteten, dass es von einem Schmuckstück stammte. Begeistert von ihrem Fund suchten die Männer nach weiteren Goldobjekten – und entdeckten insgesamt sieben weitere Münzen in einer Felsspalte.

Luis Lens und César Gimeno meldeten ihren Fund den örtlichen Behörden, die daraufhin eine weitere Suchaktion starteten. Insgesamt wurden auf dem Meeresboden 53 Goldmünzen, drei Nägel und Überreste einer Truhe entdeckt. „Es handelt sich um einen der größten Sätze römischer Goldmünzen, die in Spanien und Europa gefunden wurden“, erklärt Jaime Molina, Leiter des Unterwasserarchäologenteams der Universität Alicante. Laut einer Analyse stammen die Goldmünzen aus dem Ende des 4. und dem Beginn des 5. Jahrhunderts.

Goldmünzen im Meer entdeckt: „Traum eines jeden Kindes, einen Schatz zu finden“

Das Team von Molina führt seit drei Jahren Untersuchungen in der Bucht von Portitxol durch. Da es keine Hinweise auf gesunkene Schiffe gibt, geht er davon aus, dass die Münzen versteckt wurden – vermutlich aus Angst vor Plünderungen durch die Alanen, berichtet El Pais. Die Münzen könnten laut dem Historiker eine Vielzahl neuer Informationen zum Verständnis der letzten Phase des Untergangs des Weströmischen Reiches liefern.

Insgesamt 53 Goldmünzen fanden Taucher in einer Bucht in Spanien.

Da die Münzen sehr gut erhalten sind, konnte die Forscher, die abgebildeten Kaiser auf einigen Münzen identifizieren, darunter sind Valentinian I. (3 Münzen), Valentinian II. (7 Münzen), Allan I. (15 Münzen), Arcadi (17 Münzen) und Honorius (10 Münzen).

„Es ist unglaublich. Es ist der Traum eines jeden Kindes, einen Schatz zu finden“, sagte Luis Lens gegenüber El Pais über seinen Goldfund. Die Münzen werden nun restauriert und dann im Archäologischen und Ethnographischen Museum Soler Blasco in Xàbia ausgestellt, teilte die Universität Alicante mit. An der Universität Göttingen wurde im vergangenen Jahr ein Goldschatz gestohlen, doch für die Diebe folgte eine bittere Enttäuschung. (sne) *Hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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