Jux-Wettbewerb endete tragisch

Unglück bei "Cold Water Challenge": Mann von Baggerschaufel erschlagen

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Ein Mann ist bei der Feier eines Kegelclubs im Münsterland von einer mit 2000 Liter Wasser gefüllten Baggerschaufel erschlagen worden. Fünf Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Gesellschaft saß am Dienstagabend an einem Biertisch auf einem abgeernteten Getreidefeld in Isselburg.

Isselburg. Eine "Cold Water Challenge" in Isselburg endete in einer Tragödie. Die Mitglieder eines Kegelclubs wollten sich mit Wasser aus einer Baggerschaufel überschütten. Doch das Gefährt kippte um. Ein Familienvater starb. Auch in Nordhessen und Südniedersachsen mischen viele Vereine bei dem als Jux gedachten Wettbewerb mit.

Ein Mann ist bei der Feier eines Kegelclubs im Münsterland von einer mit 2000 Liter Wasser gefüllten Baggerschaufel erschlagen worden. Fünf Menschen wurden bei der "Cold Water Challenge" teils schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Die Gesellschaft saß am Dienstagabend an einem Biertisch auf einem abgeernteten Getreidefeld in Isselburg. Ein Mann wollte die Kegler mit Wasser übergießen. Dazu hatte er die Schaufel einer Baumaschine mit Wasser gefüllt. Das Fahrzeug kippte nach vorne und die Schaufel schlug aus sechs Metern Höhe auf den Tisch. Für den 34-jährigen Familienvater kam jede Hilfe zu spät.

Bekannt ist der Trend auch in Nordhessen und Südniedersachsen. Auf der Internetplattform Youtube finden sich etliche Videos von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus der Region. Zu sehen ist dabei, wie sich die Vereinsmitglieder möglichst kreativ mit Wasser übergießen.

Die "Cold Water Challenge" funktioniert nach dem Kettenbrief-System: Wer einen Clip gedreht und eingestellt hat, nominiert bis zu drei andere Gruppen für den Jux-Wettbewerb. Die Benannten müssen binnen 24 oder 48 Stunden selbst ein Video drehen.

Doch was als Trend aus den USA in die Region schwappte, sorgt auch für Kritik: Innenministerium und Unfallkassen warnen vor der Internet-Aktion. „Wir raten dringend von Aktionen ab, bei denen eine Gefährdung von Personen in Kauf genommen, Ausstattung der Feuerwehren zweckentfremdet oder das Ansehen der Feuerwehren geschädigt wird“, heißt es in einem Schreiben. (dpa/vko)

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