Schiffsdrama vor Südamerika

Unglück von südkoreanischem Schiff bleibt rätselhaft

Zwei Schiffbrüchige des offenbar gesunkenen südkoreanischen Frachters werden von der Marine vor der uruguayischen Küste gerettet. Foto: Armada Nacional de Uruguay

Ein großes Schiff sendet einen Notruf. Zwei Männer überleben in einem Schlauchboot. Weitere 22 Seeleute bleiben zunächst vermisst. Acht Schiffe nehmen an der Suchaktion im Südatlantik teil.

Montevideo (dpa) - Das Schicksal eines wohl im Südatlantik gesunkenen Frachters aus Südkorea gibt Rätsel auf. Zwei Seeleute wurden 3700 Kilometer vor der uruguayischen Küste geborgen.

Nach Angaben der Geretteten brach das Schiff entzwei, nachdem sie es verlassen hatten. Der Sprecher der uruguayischen Marine, Gastón Jaunsolo, sagte am Montag, laut den Geretteten habe es ein lautes Geräusch gegeben, dann habe der Kapitän eine rasche Evakuierung des Schiffes angeordnet.

Der 322 Meter lange Frachter "Stellar Daisy" wird seit Freitag vermisst. Die Besatzung hatte einen Notruf abgesetzt, das Schiff habe einen Wassereinbruch. Zwei weitere Schlauchboote und zwei motorisierte Rettungsboote des Frachtschiffes seien leer entdeckt worden. Es habe zu dem Zeitpunkt des Schiffbruchs einen hohen, aber keineswegs kritischen Wellengang gegeben, sagte der Marinesprecher.

Vier Frachter, die sich in der Nähe befanden, beteiligten sich an der Suchaktion. Weitere vier Schiffe befinden sich auf dem Weg zur mutmaßlichen Unglücksstelle, an der Ölflecken gesichtet wurden. Die "Stellar Daisy" war von einem brasilianischen Hafen mit einer Mineralienladung mit Ziel China ausgelaufen.

Bericht Zeitung El Observador, Span.

Bericht und Fotostrecke in Zeitung El País, Span.

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