Überraschendes Interview

Grusel-Clown verrät Motiv für seine Aktion

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Northampton - Seit rund einer Woche taucht nachts an wechselnden Orten im englischen Northampton ein unheimlicher Clown auf und verschwindet wieder. Jetzt hat der Unbekannte ein Interview gegeben.

Ein unheimlicher Clown hat in den vergangenen Tagen für Gänsehaut bei den Bewohnern Northamptons gesorgt. Der Mann in einem Kostüm, das dem des kindermordenden Clowns Pennywise aus Stephen Kings Horror-Roman "Es" ähnelte, war nachts an verschiedenen Orten in dem englischen Städtchen aufgetaucht. Dort stand er einfach nur herum, hielt ein paar Luftballons oder ein Stofftier in der Hand, winkte stumm und verschwand wieder in der Dunkelheit. Gruselig!

Manche vermuteten hinter der Aktion bereits eine raffinierte Werbe-Aktion für einen Film oder eine TV-Serie, doch in einem Interview, das der Unbekannte dem "Northampton Chronicle & Echo" gab, kam jetzt die Wahrheit ans Licht. Die Pennywise-Verkleidung war nämlich durchaus mit Bedacht gewählt: Der spukige Spaßmacher ist ein Fan von Gruselroman-Bestsellerautor King. Er wolle die Menschen nur amüsieren: „Die meisten Leute haben gerne ein bisschen Angst und können dann danach darüber lachen“, sagte er der Lokalzeitung am Mittwoch.

Die 16 größten Ängste der Deutschen

66 Prozent der Deutschen haben Angst vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. © dpa
65 Prozent fürchten sich vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. © dpa
63 von 100 Deutschen befürchten höhere Lebenshaltungskosten. © dpa
Vor Naturkatastrophen wie einem Erdbeben wie hier in Indonesien haben 56 Prozent aller Deutschen Angst. © dpa
Keiner will im Alter ein Pflegefall sein. Deshalb haben 54 Prozent Angst davor, auf die Hilfe Fremder angewiesen zu sein. © dpa
Überforderte Politiker machen 53 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Schwere Erkrkankungen sind für 49 Prozent der Deutschen ein Grund zum Fürchten. © dpa
48 Prozent haben Angst, selbst arbeitslos zu werden. © ap
Terrorismus wie hier beim Attentat auf Staatsanwalt Buback verursacht bei 46 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
37 Prozent der Deutschen haben Angst, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können. © dpa
Ebenfalls 37 Prozent befürchten Spannungen durch Ausländer. © dpa
Vor einer möglichen Drogensucht der eigenen Kinder haben 34 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Ein Krieg mit deutscher Beteiligung ist für 31 Prozent ein Angstfaktor. © dpa
30 Prozent der Befragten befürchten, im Alter einsam zu sein. © dpa
Straftaten machen 24 Prozent der Deutschen Angst. © dpa
Trotz hoher Scheidungsraten in Deutschland haben nur 16 Prozent der Deutschen Angst davor, dass ihre Partnerschaft zerbrechen könnte. © dpa

Darin gab er an, "völlig überrascht" von den weltweiten Reaktionen auf sein Erscheinen zu sein. Mit seiner Aktion wurde er nämlich zum Netz-Phänomen: Seine Facebook-Seite mit Fotos hat mittlerweile über 127.000 "Gefällt mir"-Klicks. Es freue ihn, dass er Northampton so viel Aufmerksamkeit verschafft habe. Dadurch werde es allerdings auch schwieriger, seine Identität geheim zu halten. Er wolle dennoch weiterhin auftauchen, solange die Menschen Interesse hätten - und könnte sich sogar einen wöchentlichen "Clowntag" vorstellen.

Unbekannter macht Jagd auf den Grusel-Clown

Boris will den Clown fangen.

Mittlerweile will noch jemand auf der globalen Welle mitsurfen, die der Clown-Hype verursacht. Der Unbekannte nennt sich Boris und verspricht, als offizieller "Northampton Clown Catcher" den Clown zu fangen. Bisher hat der Mann im (recht billig aussehenden) dunkelblauen Superhelden-Kostüm auf seiner eigenen Facebook-Seite jedoch nur Mißerfolge zu vermelden. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin regelmäßig zu berichten, wo er erfolglos den Clown anzutreffen versuchte. Im Vergleich zu seinem "Erzfeind" hat er geradezu klägliche 4500 Fans zu verzeichen. Die meisten Reaktionen auf seinem Profil sind zudem negativ: "Wir brauchen keinen Clownfänger", schreibt etwa ein Facebook-Nutzer, ein anderer meint: "Als Clownfänger taugst du nichts."

dpa/hn

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