Fahrer übermüdet?

Reisebus-Unglück in Taiwan mit 33 Toten

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Rettungskräfte in Taiwan arbeiten an der Unfallstelle, an der zuvor ein Bus umgekippt war.

Taipeh - Bei einem Unglück mit 44 Insassen eines Reisebusses sind in Taiwan 33 Menschen gestorben. Die Tragödie enthüllt bestehende Probleme von Reiseagenturen in dem Land.

Die Zahl der Toten bei dem Reisebus-Unglück in Taiwan ist auf 33 gestiegen. Wie die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA berichtete, starb ein Schwerverletzter im Krankenhaus. Elf Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen liefen und drehten sich um die Frage, ob Müdigkeit des Fahrers oder mechanische Probleme das Unglück am Montagabend verursacht hätten.

Der Reisebus war im Osten der Hauptstadt Taipeh mit einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern an einer Autobahnausfahrt von der Straße abgekommen und hatte sich an einem Abhang überschlagen, hatte die Polizei mitgeteilt. 44 Insassen waren an Bord - ausschließlich Taiwaner, wie Chen Chih-min von der Feuerwehr sagte. Die meist älteren Leute waren auf dem Rückweg von einer beliebten Tour zur Kirschblüte in der Mitte der asiatischen Inselrepublik.

Der Bus war Medienberichten zufolge bereits 19 Jahre alt und gehört einem Busunternehmen, das in ganz Taiwan aktiv ist.

Taiwanesische Reiseagenturen genießen wegen der langen Arbeitszeiten ihrer Fahrer und der schlechten Wartung der Reisebusse keinen guten Ruf. Im Juli waren bei einem Busunfall außerhalb von Taipeh 25 chinesische Touristen ums Leben gekommen. Ermittlungen ergaben, dass der Busfahrer absichtlich ein Feuer im Bus gelegt hatte, um Suizid zu begehen. Als Konsequenz forderten die chinesischen Behörden von Taiwan bessere Sicherheitsvorkehrungen für ihre Touristen.

dpa/afp

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