Unwetter

„Land unter“: Gewitterfront rollt über Deutschland - Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

Ein Einsatzwagen fährt mit Blaulicht auf der Straße.
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Unwetter in Deutschland: Eine Gewitterfront ist am Mittwochabend über Teile Deutschlands gezogen.

Straßen überflutet, umgestürzte Bäume - nach der extremen Hitze tobten Unwetter über Deutschland. Einige Regionen wurden besonders heftig von Starkregen und Sturm getroffen.

  • Heftige Gewitter haben in Teilen Deutschlands getobt.
  • Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg waren besonders betroffen.
  • Eine ICE-Strecke musste wegen starker Gewitter zeitweise gesperrt werden. In Bonn standen Ortsteile komplett unter Wasser.

München - Heftige Unwetter haben in Westen und Südwesten Deutschland die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf Trab gehalten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte im Vorfeld vor Gewittern mit Starkregen und Sturm gewarnt. Bonn (NRW) hat es dann am Mittwochabend besonders getroffen. Die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben über 400 Mal ausrücken. Zahlreiche Notrufe gingen wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume ein.

Unwetter in Deutschland: Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

Aber auch eine Autofahrerin musste aus ihrem Wagen gerettet werden. Sturzbachartige Wassermassen hatten die Frau mit ihrem Auto eingeschlossen. Große Schutt- und Geröllmengen hatte das Wasser auf die Straße geschwemmt, so die Feuerwehr. Nur mit einem geländegängigen Fahrzeuge der Feuerwehr sei es möglich gewesen sich einen Weg zu bahnen und die Frau unverletzt in Sicherheit zu bringen. Ein brennender Ast auf einer Oberleitung der Bahn sorgte für eine Streckensperrung. Von schweren Gewittern wurden vier Touristen aus Spanien bei einer Canyoning-Tour in der Schweiz überrascht.

Unwetter in Deutschland: Wassermassen drücken Kanaldeckel hoch

Auch in Rheinland-Pfalz tobten Unwetter. Kanaldeckel wurden von den Wassermassen herausgedrückt, Unterführungen liefen voll und umgekippte Bäume versperrten mehrere Fahrbahnen, teilte die Polizei mit. In den Städten Sinzig und Remagen konnte die Kanalisation die Mengen an Regenwasser nicht mehr aufnehmen, sodass mehrere Straßen überflutet wurden. Die B9 in Remagen musste für 45 Minuten voll gesperrt. Auch eine Gruppe Kinder wurde bei ihrer Wanderung von dem starken Gewitter überrascht. Die Kinder hatten oberhalb von Remagen ihre Zelte aufgeschlagen und mussten dann vom Technischen Hilfswerk (THW) abgeholt werden.

Autobahn komplett gesperrt - ICE-Strecke gesperrt

Die Autobahn A1 bei Blankenheim in der Eifel stand zwischenzeitlich unter Wasser. Im Schwarzwald waren mehrere Straßen nach Erdrutschen gesperrt. Weitere Straßensperrungen gab es unter anderem in Bonn durch umgestürzte Bäume. „Bäume im Gleis“ - sorgten bei der Deutschen Bahn für Zugausfälle und Verspätungen. Die ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt musste aufgrund starker Gewitter zeitweise gesperrt werden. Die Unwetterschäden sind inzwischen beseitigt. Doch das Wetter in Deutschland bleibt weiter explosiv, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. In den nächsten Tagen ist weiter mit Unwettern zu rechnen. (ml).

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