Feuerwehr im Dauereinsatz

Unwetter hinterlassen Spur der Verwüstung

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Ein Fahrzeug steht in Crostwitz in einem schlammueberfluteten Grundstueck. In der Nacht zu Dienstag hat ein Unwetter in Landkreis Bautzen erhebliche Schaeden angerichtet.

Berlin - In der Nacht auf Dienstag wurde ganz Deutschland von teils heftigen Unwettern heimgesucht. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Trotzdem konnten teils erhebliche Schäden nicht verhindert werden.

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Umgeknickte Bäume, überflutete Keller und Blitzschläge: Nach den heißesten Tagen des Jahres haben Unwetter im Osten und Süden Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. Bundesweit rückten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Dienstag Hunderte Male aus. Auf einem Campingplatz in Baden-Württemberg wurden ein Vater und seine fünfjährige Tochter durch einen Blitzschlag leicht verletzt. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge war dies nur ein Vorgeschmack. Auch in den kommenden Tagen drohen in Teilen des Landes heftige Gewitterregen. Der DWD gab deshalb Vorwarnungen für das ganze Land heraus.

In Bayern und im Osten Brandenburgs rückten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Dienstag etwa 400 Mal aus, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Keller liefen voller Wasser und Blitzeinschläge setzten Häuser und Scheunen in Brand. In Heldenstein im bayerischen Landkreis Mühldorf am Inn fing ein Bauernhof vermutlich nach einem Blitzschlag Feuer. Die Tiere wurden unversehrt aus dem Stall gerettet. Die Polizei schätzt den Schaden auf eine halbe Million Euro.

Unwetter in Deutschland

Unwetter in Deutschland

Die Einsatzkräfte mussten auch umgestürzte Bäume, die auf Fahrbahnen und Zuggleisen landeten, beiseite räumen. Vereinzelt kam es bei der Bahn daher zu Verspätungen. Verletzt wurde den Angaben zufolge im Freistaat und in Brandenburg aber niemand. Anders in Baden-Württemberg: Auf einem Campingplatz in Künzelsau im Hohenlohekreis wurden ein Vater und seine fünf Jahre alte Tochter leicht verletzt, als ein Blitz in einen nahegelegenen Baum einschlug.

Die Gewitter schlossen sich an einen Tag an, an dem in Dresden der bisherige Hitzerekord in diesem Jahr geknackt wurde. In der Messstation Hosterwitz kletterte die Temperatur auf 39,8 Grad.

Meterologen zufolge ist es mit der extremen Hitze vorerst vorbei. Dem DWD zufolge kann es aber in den kommenden Tagen vor allem im Süden zu unwetterartigen Regengüssen kommen. Auch im Norden und Osten kann es immer wieder teils heftig regnen. Brandenburger und Berliner mussten in der Nacht zu Mittwoch erneut mit Unwettern rechnen.

Bahn rechnet mit keinen weiteren Hitze-Problemen

Nach den Beeinträchtigungen der vergangenen Tage rechnet die Deutsche Bahn zum Ausklang des Hochsommers derweil mit keinen weiteren hitzebedingten Problemen an ihren Zügen. Die technischen Störungen hätten sich eingerenkt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf dapd-Anfrage. Am Montag seien fünf Ausfälle oder Teilausfälle registriert worden, nachdem es am Sonntag wegen Problemen mit der Kühlung bundesweit noch mehr als zwei Dutzend waren. Für die kommenden Tage seien keine Beeinträchtigungen zu erwarten, fügte der Sprecher hinzu.

dapd

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