Nachfolger von "Döner-Morde"

Unwort des Jahres: Das ist der Favorit

Darmstadt - Bei der Wahl zum Unwort des Jahres gibt es erste Favoriten. Vorne mit dabei sind "Anschlussverwendung" und "moderne Tierhaltung". Doch ein Begriff ist noch unbeliebter.

Der Begriff „Schlecker-Frauen“ ist der Favorit für das „Unwort des Jahres 2012“. Auch der am zweithäufigsten genannte Vorschlag „Anschlussverwendung“ stammt aus der Krise der inzwischen pleitegegangenen Drogeriemarktkette Schlecker. Auf Platz drei steht „moderne Tierhaltung“, sagte am Montag Jury-Sprecherin Nina Janich, Sprachwissenschaftlerin an der Technischen Universität Darmstadt. Die Entscheidung soll am 15. Januar bekanntgegeben werden. Insgesamt waren 2232 Einsendungen mit 1019 verschiedenen Vorschlägen eingegangen.

„Schlecker-Frauen“ wurde im Zusammenhang mit der Konzernkrise vielfach in der Öffentlichkeit genutzt. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte den von Entlassungen betroffenen Frauen empfohlen, schnell einen neuen Job zu finden und das als „Anschlussverwendung“ bezeichnet. „Moderne Tierhaltung“ ist ein Begriff aus der Massentierhaltung.

Die Unwörter der vergangenen Jahre

Die Unwörter der vergangenen Jahre

2011 waren 2420 Vorschläge eingegangen - ein Rekord. Zum „Unwort“ wurde die Bezeichnung „Döner-Morde“ für die Mordserie rechtsextremistischer NSU-Terroristen gewählt.

dpa

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