Mord im Krankenhaus

Unzufriedener Patient erschießt Beauty-Doc

St. Petersburg - Auch nach diversen OPs konnte ein Mann sein eigenes Spiegelbild nicht ertragen. Die Schuld gab er einem Schönheitschirurgen - dabei hatte der nicht einmal selbst das Messer geführt.

Ein russischer Schönheitschirurg ist von einem unzufriedenen Patienten erschossen worden, der sich anschließend selbst getötet hat. Der 34-jährige Patient sei am Montag in einem Krankenhaus im Nordwesten von St. Petersburg aufgetaucht und habe den Chirurgen erschossen, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Offensichtlich sei der Schütze unglücklich mit mehreren plastischen Eingriffen an Nase und Ohren gewesen, zitierte die Nachrichtenwebsite "Fontanka.ru" Ermittler. Demnach hatte der Ermordete nicht selbst operiert, sondern die Eingriffe beaufsichtigt.

Dem Täter gelang es dem Bericht zufolge, das Gewehr ins Krankenhaus zu bringen, weil die Metalldetektoren am Eingang ausgeschaltet waren. Demnach war der Mann zehn Jahre lang Offizier in einem U-Boot, bevor er nach St. Petersburg zog. Private Probleme habe er auf sein Aussehen zurückgeführt, berichtete "Fontanka.ru" unter Berufung auf Freunde des Mannes.

In dessen Wohnung fand die Polizei die Korrespondenz zwischen dem mutmaßlichen Täter und der Klinik, in der es um die Schönheitsoperationen ging. In seinem letzten Brief schrieb der später ermordete Arzt demnach: "Sie sollten zu einem Psychiater gehen."

afp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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