Pandemie

Urlaub in Frankreich: Teile des Landes jetzt Corona-Hochrisikogebiet – Was Urlauber wissen müssen

Die Corona-Lage in Frankreich ist weiter angespannt, die Inzidenz liegt über 230. Der Süden des Landes wurde jetzt als Hochrisikogebiet eingestuft.

Paris - Frankreich ist ein beliebtes Reiseland der Deutschen. Doch die Corona-Fallzahlen steigen aktuell rasant an, das Land steckt mitten in einer vierten Welle. Teile von Frankreich gelten seit Sonntag (08.08.2021) als Corona-Hochrisikogebiet.

Die Bundesregierung stufte die französischen Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d‘Azur sowie die Insel Korsika und auch die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy aufgrund gestiegener Ansteckungszahlen als Hochrisikogebiete ein. Bei der Rückreise nach Deutschland gelten für Urlauber nun strengere Regeln.

Die französische Insel Korsika ist ein beliebtes Urlaubsziel. Nun wurde die Region als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft.

Corona-Lage in Frankreich – Ab Montag gelten verschärfte Maßnahmen

Aufgrund der hohen Corona-Zahlen hat Frankreich die Maßnahmen innerhalb des Landes verschärft. Die Neuregelungen sehen einen Gesundheitspass und die Impfpflicht für Gesundheitspersonal vor. Gegen die Pläne hatte es in den vergangenen Wochen in ganz Frankreich Massenproteste gegeben. Die Verschärfung der Corona-Restriktionen wurden vom französischen Verfassungsrat gebilligt und treten am Montag (09.08.2021) in Kraft. Für Urlauber bringt vor allem die Einführung des Gesundheitspasses Neuerungen mit sich.

Insgesamt wurden in Frankreich seit dem Beginn der Pandemie mehr als 6,37 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Sonntag wurden 25.755 Neuinfektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Frankreich bei 238,96 (Stand: 09.08.2021, Quelle: Johns Hopkins University). Eine Erstimpfung haben rund 65 Prozent der Bevölkerung Frankreichs bekommen, vollständig geimpft sind 49,37 Prozent (Stand: 09.08.2021).

Urlaub trotz Corona: Das gilt bei der Einreise nach Frankreich

Da Deutschland von der französischen Regierung als „grün“ eingestuft wurde, ist eine Einreise problemlos möglich. Für die Einreise nach Frankreich ist ein negativer Corona-Test erforderlich, informiert das Auswärtige Amt.

Anerkannt werden PCR- und Antigen-Schnelltests, die nicht älter als 72 Stunden sind. Die Corona-Selbsttests für zu Hause, die in Apotheken und im Handel erhältlich sind, werden bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert.

Ein ärztliches Zeugnis oder ein dokumentiertes negatives Testergebnis ist für einen Urlaub in Frankreich erforderlich. Kinder unter 12 Jahren, Berufskraftfahrer sowie vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis brauchen keinen negativen Corona-Test.

Frankreich-Urlaub trotz Corona: Diese Regeln gelten vor Ort

In Frankreich gelten ab Montag (09.08.2021) strengere Regeln. Dazu gehört, dass beim Betreten von Cafés, kulturellen Einrichtungen oder in Zügen, ein Gesundheitspass vorgezeigt werden muss. Das Dokument gibt Aufschluss über eine überstandene Corona-Erkrankung, eine Impfung oder einen Negativ-Test.

  • Maskenpflicht bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Ansammlungen von Menschen, auf Märkten und in öffentlichen geschlossenen Räumen.
  • Der Gesundheitspass muss ab dem 9. August beim Betreten von Restaurants und Cafés, Zügen, Flugzeugen, Fernreisebussen, Gesundheitseinrichtungen, manchen Einkaufszentren, Messen und Jahrmärkten vorgezeigt werden. Seit Juli muss der Pass schon für Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden.
  • Restaurants, Cafés, Kinos, Theater, Museen und andere kulturelle Einrichtungen sind geöffnet. Es gelten Hygieneauflagen und der Gesundheitspass muss vorgezeigt werden.
  • Bei Veranstaltungen (Festivals, Konzerte, Sportevents) sind maximal 5000 Personen erlaubt. Besucher müssen seit Juli einen Gesundheitsnachweis vorlegen.
  • Hotels und Pensionen dürfen Urlauber aufnehmen.
  • Nachtclubs dürfen unter Auflagen öffnen.

Urlaub während der Pandemie – Beliebte Länder im Corona-Check

Urlaub in Frankreich trotz Corona: Was ist bei der Rückreise nach Deutschland zu beachten?

Seit Sonntag (01.08.2021) gelten für Reiserückkehrer nach Deutschland strengere Regeln: Jeder muss - unabhängig aus welchem Land er kommt und vom Verkehrsmittel, mit dem er reist - bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, vollständig geimpft sein oder als genesen gelten. Ausnahme: Kinder unter 12 Jahre. Für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten gelten strengere Regeln.

Einstufung des RKIRegeln für Reiserückkehrer
Hochrisikogebiet:Ungeimpfte müssen 10 Tage in Quarantäne, Freitestung ab dem 5. Tag möglich, Kinder unter 12 Jahre müssen 5 Tage in Quarantäne
Virusvariantengebiet:Allgemeine Testpflicht vor Einreise gilt auch für Geimpfte und Genesene, Quarantäne von 14 Tagen für Ungeimpfte, Geimpfte und Genesene sowie Kindern ab 12 Jahre, Freitestung nicht möglich, Geimpfte können Quarantäne beenden, wenn sie mit einem gegen die Variante wirksamen Impfstoff (laut RKI) geimpft wurden und ihren Impfausweis übermitteln

Aufgrund der allgemeinen Testpflicht für Reiserückkehrer wurde die Einstufung der einfachen Risikogebiete gestrichen. Für Rückreisende aus vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Corona-Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuften Ländern gelten strengere Regeln.

Wer aus dem Süden Frankreichs nach Deutschland reist, muss auch das digitale Einreiseformular ausfüllen. Zudem müssen Rückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind, in Deutschland in Quarantäne und können diese frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beenden. Kinder unter 12 Jahre sind von der Testpflicht ausgenommen, jedoch nicht von der Quarantäne-Pflicht.

Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen. Dies könnte sich allerdings bald ändern, denn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte die Corona-Regeln für Reiserückkehrer nach Deutschland verschärfen - nach seinen Plänen müssten dann alle Einreisenden einen negativen Test vorweisen. Hier gibt es die Kosten für Corona-Tests und Bußgelder im Überblick. (Helena Gries/Sarah Neumeyer/dpa)

Rubriklistenbild: © Imago

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