Selbst ist der Staat

Uruguay plant Marihuana-Monopol

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Eine Frau heftet in Montevideo ein Plakat gegen die Kriminalisierung von Marihuana an eine Wand. Die Regierung in Uruguay will die Produktion und den Verkauf von Marihuana übernehmen.

Montevideo - Die Regierung in Uruguay will die Produktion und den Verkauf von Marihuana künftig selbst in die Hand nehmen und damit gegen die Drogenkriminaliät angehen.

Damit will das südamerikanische Land die Drogenkriminalität bekämpfen. “Das Verbot von gewissen Drogen führt zu mehr gesellschaftlichen Problemen als die Droge selbst“, sagte Verteidigungsminister Eleuterio Fernández Huidobro am Mittwoch (Ortszeit) bei der Präsentation des Gesetzesentwurfs. “Das hat verheerende Folgen.“

Die Regelung, die noch das Parlament passieren muss, sieht vor, dass nur noch der Staat die Droge an registrierte Konsumenten verkaufen darf. Auch der Preis für die Haschzigarette würde von der Regierung festgelegt.

Das Gesetz sei Teil eines Maßnahmenpakets mit dem Ziel, die Sicherheitslage im Land zu verbessern, sagte der Minister. Das geplante Marihuana-Monopol sei in seiner Art nicht neu, erklärte Fernández Huidobro: “Der Staat besitzt bereits ein Monopol auf die Droge Alkohol.“ Die Regierung schätzt, dass bis zu 150 000 Marihuana-Konsumenten von der neuen Regelung betroffen sein könnten. Der private Konsum von Haschisch ist in Uruguay nicht verboten.

dpa

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