Informatiker hat zwei Millionen Fotos ausgewertet

Studie von US-Forscher: So gelingt das perfekte Selfie

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Gutes Selfie: Auf einem perfekten Foto sollte nicht der ganze Kopf zu sehen sein, am besten werden die Bilder noch mit Effekten bearbeitet.

Stanford. Arm ausstrecken, lächeln, klick – fertig ist das Selfie. Millionen Menschen lichten sich per Smartphone selbst ab und teilen ihre Fotos mit der Welt im Internet. Doch wie sieht das perfekte Selbstporträt aus?

Das hat der US-Forscher Andrej Karpathy von der Stanford Universität in Kalifornien jetzt herausgefunden. Die Studie

Für seine Studie hat der Informatiker mehr als zwei Millionen Fotos untersucht, die in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag (Stichwort) #selfie markiert waren. Um die Beliebtheit von Fotos zu berechnen, analysierte er zum einen das Nutzer-Profil und die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben auf das gepostete Bild. Den Erfolg eines Selfies bestimmte er dann, indem er die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben durch die Anzahl der Follower des dazugehörigen Profils teilte. Zum anderen wurden die Selfies anhand von 140 Millionen Kriterien in einem eigens programmierten Netzwerk auf visuelle Merkmale untersucht. Karpathy analysierte nur Fotos, die seit mindestens einem Monat online waren.

Gute Selfies

• Bei einem guten Selfie soll der Kopf leicht zur Seite geneigt werden, das Gesicht soll maximal ein Drittel des Bildes ausmachen. Selfies kommen gut an, wenn der Kopf nicht ganz zu sehen ist.

• Besonders beliebt sind Selfies, wenn sie mit Filtern bearbeitet wurden – also wenn Effekte auf das Foto gelegt wurde, zum Beispiel ein Schwarz-Weiß-Filter, schreibt Karpathy. Eine leichte Überbelichtung komme auch gut an.

• Rahmen sind ebenfalls angesagt, am besten in Weiß.

• Auch beliebt sind Fotos, auf denen lange und offene Haare zu sehen sind.

• Der wichtigste Faktor für ein bei vielen Nutzern beliebtes Selbstbildnis ist – vermutlich zum Unmut vieler Männer – das Geschlecht: Selfies von Frauen werden viel mehr mit „Gefällt mir“ markiert als Männer-Selbstporträts. In der Studie von Karpathy schaffte es kein einziger Mann unter die Top 100.

Schlechte Selfies

Schlechtes Selfie: Das Bild ist zu dunkel.

• Karpathy hat herausgefunden, dass Gruppen-Selfies nicht gut ankommen.

• Fotos, die zu dunkel sind und eine schlechte Belichtung haben, generieren auch weniger „Gefällt mir“-Angaben.

• Fotos, die zu nah am Selfie-Ersteller sind, sind weniger beliebt – die Nase sollte nicht zu nah an der Kamera sein. Alle Ergebnisse der Untersuchung (auf Englisch) gibt es unter diesem Link.

Test: Wie gut ist das eigene Selfie?

Der US-Forscher Andrej Karpathy hat ein Programm entwickelt, bei dem man überprüfen kann, ob man ein gutes oder ein schlechtes Selbstporträt aufgenommen hat. Wer seine Selfie-Qualitäten testen möchte, der schickt die Aufnahmen beim Kurznachrichtendienst Twitter an @deepselfie. Das Programm analysiert das Bild: Passt der Foto-Ausschnitt? Wurde es mit Filtern bearbeitet? Wenige Minuten später kommt die Antwort als Tweet zurück.

Wir haben es getestet:

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