Um Todesstrafe zu entgehen

"Batman"-Killer will sich schuldig bekennen

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James Holmes soll zwölf Menschen erschossen und 58 verletzt haben.

Washington - Der Amerikaner James Holmes, der in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen haben soll, will sich schuldig bekennen, um einer möglichen Todesstrafe zu entgehen.

Das berichtete der TV-Sender Denver News 9 am Mittwoch. Allerdings habe die Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden, ob sie auf die Forderung nach der Todesstrafe verzichten will. Die nächste Anhörung ist für kommenden Montag geplant. Das Hauptverfahren soll im August beginnen.

Dem mutmaßliche Amokläufer wird vorgeworfen, am 20. Juli 2012 während einer „Batman“-Filmpremiere in einem Kino in der Stadt Aurora zwölf Menschen erschossen und 58 verletzt zu haben. Er soll sich in 166 Anklagepunkten verantworten, allen voran Mord und versuchter Mord. Der heute 25-Jährige war direkt nach dem Amoklauf im Kino festgenommen worden. Strittig ist, ob Holmes zum Zeitpunkt der Tat geistig krank war, so dass er nicht für das Verbrechen bestraft werden kann.

Letzte Worte aus der Todeszelle

Überraschende Aktion der Justizbehörde von Texas. Auf ihrer Homepage veröffentlichte sie die letzten Worte der Todeskandidaten. Wir zeigen, was sie vor der Hinrichtung sagten. © dpa
Stephen Moody tötete den 27-jährigen Joseph F. Hall, obwohl der um sein Leben bettelte. Moody floh mit 1200 Dollar. © dpa
Eine der wenigen Frauen, die exekutiert wurden war Karla Faye Tucker. Sie wurde wegen Mordes mit einer Spitzhacke an dem 27-jährigen Jerry Laynn Dean und der 32-jährigen Deborah Thornton mit einem Hammer, verurteilt. © dpa
Michael Riley wurde zum Tode verurteilt, weil er die 23-jährige Deborah Lynn Harris für eine Summe von 1100 Dollar tötete. © dpa
James Edward Martinez feuerte 20 mal auf ein Auto. Dabei starben eine Frau und ein Mann. © dpa
Willie Pondexter tötete die 85-jährige Martha W. Lennox mit einem Kopfschuss. Zum Zeitpunkt des Mordes schlief das Opfer. Anschließend floh er mit dem Auto der Toten und 18 Dollar. © dpa
Justin Fuller tötete seine beiden Nachbarn aus reiner Habgier. Mit “Fang an Warden“ ist der Gefängnis-Beamte gemeint, der die Todesstrafe vollstreckt. © dpa
Dae Devon missbrauchte eine 22-jährige Schwarze, bevor er sie tötete. © dpa
David Martinez tötete seine Freundin und deren 14-jährigen Sohn mit einem Baseballschläger. © dpa
Perkis Reginal erwürgte seine 64-jährige Schwiegermutter ohne ersichtlichen Grund. © dpa
Robert Hudson tötete 1999 eine junge Frau und deren 9-jährigen Sohn. © dpa
Kevin Watts erschoss drei Asiaten. Eine Zeugin entführte und vergewaltigte sie. © dpa
Leon Dorsey erschoss zwei Menschen und floh anschließend mit 392 Dollar. © dpa
Heliberto Chi erschoss den Besitzer eines Bekleidungsgeschäfts. Ein weiterer Zeuge überlebte. © dpa
Jose Medellin entführte und vergewaltigte mehrere Mädchen zwischen 15 und 16 Jahren. Danach tötete er sie. Mit “In Ordnung Warden“ ist der Gefängnis-Beamte gemeint, der die Todesstrafe vollstreckt. © dpa
Larry Davis tötete bei einem Raubüberfall eine Frau. © dpa
Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis missbrauchte und tötete Michael Richard eine Krankenschwester. © dpa
John Amador tötete einen Taxifahrer und die 16-jährige Beifahrerin. © dpa
Kenneth Parr misbrauchte und tötete eine Frau. © dpa
Lonnie Johnson schoss auf zwei Jugendliche. Einen schleifte er 650 Meter mit seinem Auto mit, bevor dieser starb. © dpa
Gilberto Reyes tötete seine Freundin. © dpa
Clark James Last tötete eine junge Frau bei einem Raubüberfall. © dpa
Richard Hinjosa entführte und missbrauchte eine 19-Jährige. Im Anschluss brachte er sie um. © dpa
Tommie Hughes tötete die Besitzerin eines Autohauses. © dpa
Willie Shannon tötete seinen Partner nach einem Raubüberfall. © dpa
Angel Maturio Resendiz war ein Serienverbrecher. Nach einem Gefängnisaufenthalt tötete er seine Frau. © dpa

Bisher haben es die Verteidiger offengelassen, ob sie auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren wollen. Die Staatsanwaltschaft hat bis zum 1. April Zeit zu entscheiden, ob sie die Todesstrafe beantragen will. Der Prozess soll am 5. August mit der Auswahl der Jury beginnen.

dpa

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