Pillen im Wert von 84 Millionen Dollar

US-Militär versorgt seine Soldaten mit Viagra

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Das wohl bekannteste Potenzmittel: Viagra.

Washington - Das US-Militär hat allein im vergangenen Jahr rund 84 Millionen Dollar für die Behandlung von Erektionsstörungen seiner Soldaten ausgegeben.

Die traumatischen Erfahrungen ihrer Einsätze gehen nicht spurlos an Soldaten vorbei. Die Erlebnisse können gravierende Auswirkungen auf die Psyche haben und in Folge dessen auch das Sexualleben beeinflussen, wie nun eine Studie des US-Militärs belegt. Wie die Military Times berichtet, hat das Pentagon im vergangenen Jahr rund 84 Millionen US-Dollar (umgerechnet 74 Millionen Euro) für Medikamente gegen Erektionsstörungen ausgegeben. Mehr als die Hälfte davon, 41,6 Millionen Dollar, seien dabei allein auf das berühmte Potenzmittel Viagra entfallen. Das Blatt beruft sich auf Daten des US-Verteidigungsministeriums. Als Grundlage für die Auswertung hätten 60 Verträge mit dem Pharmaunternehmen Cardinal Health Inc. gedient. online

Pillen im Wert von vier Kampfjets

Seit 2011 seien dem Bericht zufolge, sogar satte 294 Millionen US-Dollar für die Behandlung derartiger Potenzprobleme ausgegeben worden. Das entspreche den Kosten für vier Kampfjets des Typs F-35. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, wurden die Zahlen vom US-amerikanischen Militär bestätigt.

Auslöser für Erektionsstörungen können Alter, Medikamente oder Verletzungen sein. Mehr als die Hälfte Probleme seien einem im September veröffentlichten Bericht zufolge aber auf psychische Belastungen zurückzuführen. So seien etwa posttraumatischer Stress, Depressionen oder Angstzustände in Folge von Kampfeinsätzen häufige Ursachen für die Probleme. Rund 90 Prozent der Patienten, die mit derartigen Mitteln behandelt werden, seien Veteranen.

Viagra - das bekannteste Potenzmittel

Viagra ist wohl das bekannteste Potenzmittel: Das Medikament machte Ende der 90er Jahre Schlagzeilen, als es vom Pharmaunternehmen Pfizer auf den Markt gebracht wurde. Die blauen Pillen sind verschreibungspflichtig und kosten pro Stück um die 12 Euro (bei 50 mg). Seit Ablauf des Patents im Jahr 2013 gibt es aber weitaus preisgünstigere Medikamente, mit dem entsprechenden Wirkstoff.

vh

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